{"id":984,"date":"2017-05-04T16:19:08","date_gmt":"2017-05-04T14:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/danube-women.forschendes-lernen.de\/?page_id=984"},"modified":"2020-08-13T10:15:08","modified_gmt":"2020-08-13T08:15:08","slug":"women","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/women\/","title":{"rendered":"Women"},"content":{"rendered":"<p>Hier sind sie: interessante, faszinierende und kluge Frauen entlang der Donau, die in ihrem Arbeitsbereich einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesellschaften haben (oder hatten). Unsere Auswahl an Geschichten aus den verschiedenen Partnerl\u00e4ndern basierend auf dem Wunsch, Anstrengungen und Erfolge von Frauen sichtbar zu machen, die mehr Anerkennung und mehr Wertsch\u00e4tzung verdienen.<\/p>\n<div active=\"0\" class=\"gravity-accordion\">\n        <div>RONJA KEMMER, Ulm<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/ronja-kemmer.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ronja Kemmer <\/strong><span lang=\"de\" tabindex=\"0\">ist <strong>Politikerin<\/strong> und eine der j\u00fcngsten Abgeordneten des Deutschen Bundestages f\u00fcr den Bezirk Ulm. Sie ist auch Mitglied des Europ\u00e4ischen Komitees in Berlin, aber wann immer es m\u00f6glich ist, genie\u00dft sie Ulm und sch\u00e4tzt den hohen Lebensstandard dieser Stadt. Sie war immer sehr aktiv in Diskussionen \u00fcber politische Themen und als sie die Schule beendet hatte, begann sie sich in der Politik zu engagieren, insbesondere in Bildungsthemen. F\u00fcr sie w\u00e4re es wichtig, dass junge Menschen in politische Debatten eingebunden werden und die Verantwortung f\u00fcr ihr eigenes Leben \u00fcbernehmen, selbst wenn es heute nicht leicht ist, in der politischen Welt ein Kind zu sein. Sie unterst\u00fctzt Frauen dabei, mehr Risiken einzugehen und sich aktiv zu engagieren, in der Wirtschaft, in der ehrenamtlichen Arbeit oder in der Politik. <\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de\" tabindex=\"0\"><span class=\"tlid-translation translation\" lang=\"de\"><span class=\"\" title=\"\"><em>Ihr Rat f\u00fcr junge Frauen, die eine politische Karriere beginnen wollen?<\/em><br \/>\n<span lang=\"de\" tabindex=\"0\">\u201eSie m\u00fcssen aktiv sein und manchmal Risiken eingehen. Wenn Sie versagen, ist dies keine Katastrophe. Versuchen Sie es erneut. Lass die M\u00e4nner nicht immer zuerst gehen. \u201c<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ronja-kemmer.de\/\">http:\/\/ronja-kemmer.de\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ronja.kemmer\/\">https:\/\/www.facebook.com\/ronja.kemmer\/<\/a><\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>USCHI KNAPP, Ulm<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<!--&#091;gr-slider ids=\"1874\"&#093;--><\/p>\n<p><strong>Uschi Knapp<\/strong> ist die <strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Innovationsregion Ulm<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Welchen Rat w\u00fcrden Sie Frauen geben, die Karriere machen wollen?<\/em><br \/>\nIch glaube, den einen und richtigen Rat gibt es nicht. Es h\u00e4ngt so viel von Situationen und von anderen Menschen ab, die man gerade zu einem bestimmten Zeitpunkt trifft. Nat\u00fcrlich ist es immer so, dass man als Frau \u2013 diese Erfahrung habe ich gemacht \u2013 fast nochmal ein bisschen mehr leisten muss, um anerkannt zu werden. M\u00e4nnliche Kollegen haben vielleicht einfach schon von Haus aus ein anderes Auftreten. Als Frau muss man lernen, seinen eigenen Stil zu entwickeln und nicht \u201eder bessere Mann\u201c sein zu wollen.<br \/>\nMein Rat: einfach konsequent sein, sich nicht verbiegen lassen und f\u00fcr seine eigenen Interessen einstehen.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>IRIS MANN, Ulm<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<!--&#091;gr-slider ids=\"1875\"&#093;--><\/p>\n<p><strong>Iris Mann<\/strong> ist die <strong>B\u00fcrgermeisterin<\/strong> f\u00fcr den Fachbereich Kultur, Bildung und Soziales.<\/p>\n<p><em> Frau Mann, haben Sie in Ulm einen Lieblingsort? Und was macht diesen so besonderes f\u00fcr Sie?<\/em><br \/>\nJa \u2013 den Strandkorb auf meiner Dachterrasse. Dort kann ich in aller Ruhe \u00fcber die Stadt schauen, bei klarer Sicht bis in die Alpen, und die Gedanken schweifen lassen.<\/p>\n<p><em> Was sollten Besucher*innen der Stadt Ulm auf jeden Fall anschauen? <\/em><br \/>\nNat\u00fcrlich auf jeden Fall das Ulmer M\u00fcnster und dort den h\u00f6chsten Kirchturm der Welt besteigen!<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ARIANE M\u00dcLLER, Ulm<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<!--&#091;gr-slider ids=\"1629\"&#093;--><\/p>\n<p><strong>Ariane M\u00fcller<\/strong> plante keine Karriere als Musiker. Um ihr Journalismusstudium zu finanzieren, spielte sie Musik und irgendwann wurde ihr klar, dass sie <strong>Musikerin<\/strong> ist!<br \/>\nAls sie im Alter von 14 Jahren ihr erstes Geld auf einer Beerdigung mit dem Klavieren verdient hat, dachte sie: Wow, das ist gro\u00dfartig, andere Leute haben hart gearbeitet und bekommen einen Job, aber ich werde daf\u00fcr bezahlt, nur Klavier zu spielen!<br \/>\nHeute ist sie mit ihrer Band &#8222;Suchtpotential&#8220; sehr erfolgreich. Zusammen mit ihrer Kollegin Julia Gam\u00e9z-Martin bekam sie am Theater in Ulm ein Engagement f\u00fcr die Rocky Horror Picture Show und dann begann das Duo, eigene Songs zu schreiben. Pl\u00f6tzlich mussten sie das Management f\u00fcr die Buchung beauftragen &#8211; bisher f\u00fcr \u00fcber 100 Shows pro Jahr. Ariane m\u00f6chte die Menschen mit Humor erreichen. Menschen ohne Humor geh\u00f6ren nicht zu ihrer Zielgruppe. Sie spielt gerne, es macht ihr Spa\u00df.<\/p>\n<p><em>Irgendwelche Ratschl\u00e4ge f\u00fcr junge Frauen, die in der Musikwelt eine Karriere starten m\u00f6chten?<\/em><br \/>\n&#8222;Lasst euch nicht verbiegen und macht das, worauf ihr Bock habt. Es geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch eine gro\u00dfe Portion Gl\u00fcck dazu, dass das dann funktioniert. Und falls nicht, muss man das aushalten, genauso wie schlechte Kritik. Ich habe noch so viele Songs und Theaterst\u00fccke in der Schublade, die nie auf die B\u00fchne gekommen sind. Wenn man Bock hat, muss man einfach weitermachen. Und ich glaube, wenn man etwas gut macht, setzt sich das letztendlich durch.<br \/>\nVor allem f\u00fcr Frauen gilt: Lasst euch nicht von Kindern abhalten, eine erfolgreiche Karriere anzustreben. Die M\u00fctter sind da die klassischen Rolemodels und diesem Klischee m\u00fcssen wir entkommen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SB46Tz63lsA\">www.youtube.com\/watch?v=SB46Tz63lsA<\/a><\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>PETRA SCHMITT, Ulm<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<!--&#091;gr-slider ids=\"1844\"&#093;--><\/p>\n<p><strong>Petra Schmitt<\/strong> ist eine<strong> Designerin<\/strong> und kulturschaffende <strong>K\u00fcnstlerin<\/strong> aus Ulm.<\/p>\n<p><em>Welcher Ort ist Ihr Lieblingsort in Ulm und warum?<\/em><br \/>\nSpeziell habe ich nicht \u201eden einen Lieblingsort\u201c. Mitunter auf jeden Fall die Stiege, allgemein der Donaubereich, vor allem in den Sommermonaten. Es ist wichtig f\u00fcr mich in einer Stadt ein Gew\u00e4sser zu haben. Wasser spendet Beruhigung. Allgemein mag ich besonders die urbanen Pl\u00e4tze, die die Stadt zu bieten hat. Auch das Kreuz, wo unser Atelier und die Griesbadgalerie ist, sowie<br \/>\ngewisse Stra\u00dfen hier sind mir besonders wichtig. Es sind Orte, mit denen man etwas Besonderes verbindet.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>LEANDRA ARDIZZONE, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/adrezzoni.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leandra Ardizzone<\/strong>, <strong>K\u00fcnstlerin<\/strong> und\u00a0 <strong>Malerin<\/strong>, lebte und arbeitete von 2005 bis vor kurzem in Wien. Sie besch\u00e4ftigte sich intensiv mit Elias Canettis &#8222;Crowds and Power&#8220; in Palermo und in Theaterworkshops mit Claudio Collov\u00e0. In Wien versuchte sie \u201esich in der Stadt zu verirren\u201c, sammelte Eindr\u00fccke durch die Augen, Tag und Nacht neue Aspekte von Wien. Dann zeichnete und malte sie ihre Eindr\u00fccke in ihrem eigenen Atelier. Aber auch aus der Gastronomie bezieht sie viele Inspirationen: Es hilft, sich an ihre Vergangenheit zu erinnern und mit der Gegenwart in Verbindung zu treten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Leandra-Ardizzone-864233620357098\/\">www.facebook.com: Sirena sogna<\/a><br \/>\nInstagram: Sirena sogna<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ELEONORE KLEINDIENST, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Lore_Kleindeinst_Vienna.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eleonore &#8211; Lore &#8211; Kleindienst<\/strong>,<strong> Ziviltechnikerin<\/strong> und <strong>Architektin<\/strong>, wurde 1940 in Wien geboren. Erfahrungen aus der Begleitung ihres Vaters auf Baustellenbesichtigungen im Waldviertel pr\u00e4gten ihre Kindheit. Sie studierte Architektur an der TU Wien, arbeitete in einem Planungsb\u00fcro und war an der Einreichung und Umsetzung der \u201eStadt des Kindes\u201d beteiligt. In der Elternzeit mit ihrer zweiten Tochter belegte sie Soziologie als Erg\u00e4nzungsfach, engagierte sich im sozialen Wohnbau und besch\u00e4ftigte sich mit globalen Wohnproblemen. Die Bauleitung am Wiener <strong>Werkst\u00e4tten- und Kulturhaus WUK <\/strong>und der Umbau der <strong>Rosa Lila Villa<\/strong> zu einem Wohnhaus f\u00fcr neue Lebensformen z\u00e4hlen zu ihren Meilensteinen. Sie beteiligte sich am ersten \u00f6sterreichweiten Ziviltechnikerinnenkongress sowie an der Ausstellung \u201e100 Jahre Frauen in der Technik\u201c und war Mitherausgeberin der Publikation \u201e<strong>ArchitekTouren<\/strong>\u201c \u00fcber die Arbeit von Frauen in der Architektur in \u00d6sterreich.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>KARINE LABEL, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/KarinLabel.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Karine LaBel<br \/>\n<\/strong>T\u00e4nzerin und Tanzlehrerin in Wien<\/p>\n<p>Mit ihrer Verbindung von Afro-Haitischer Musik, modernem Tanz und Jazztanz gelingt es <strong>Karine LaBel<\/strong>, rhythmische Bewegung neu zu deuten. Mit 16 Jahren besuchte sie ihren ersten Tanzkurs in Port au Prince, Jazztanz. Danach folgte sie den Spuren eines Freundes, um Rituale und Musikzug\u00e4nge ihres Heimatlandes zu entdecken, studierte Tanz und Musik. Ihr Lehrer in Haiti gab ihr den Namen \u201eLaBel\u201c, nach dem Geistwesen \u201ela belle Venus\u201c. \u00dcber die haitianische Botschaft bekam sie 1996 einen Auftritt in Wien vermittelt &#8211; sie kannte die Stadt aus dem Fernsehen, das Neujahrskonzert und die Sissi-Filme und war begeistert. Seit damals kommt sie immer wieder, tritt im Fernsehen auf, unterrichtet Tanzen, h\u00e4lt Workshops, lehrt und musiziert auch im Rahmen von Festivals.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>SUSANNE LUSCHIN, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Susanne_Luschin_Vienna1.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Susanne Luschin<\/strong> ist eine Pionierin der fr\u00fchen Wiener Web- und Fernsehszene. Heute unterrichtet sie nicht nur Videojournalismus beim Gemeinschaftssender Okto TV, sondern auch an der Universit\u00e4t Wien. Ihr eigenes Fernsehformat nannte sie &#8222;Senf&#8220;. In den 1990er Jahren begann sie bei einem Telefondienst mit Tipps aus der Szene, gestaltete einen &#8222;Fake-News-Blog&#8220;, war Moderatorin und DJ in einem Club und beteiligte sich an \u00d6sterreichs erstem privaten Fernsehsender TIV. Bald hatte sie ihre eigene Show und entwickelte ein Talent f\u00fcr Journalismus, Organisation und technische Anforderungen.<\/p>\n<p>Susanne Luschins aktuelle Filmarbeiten:<br \/>\nokto.tv\/senf<br \/>\nokto.tv\/unicut<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MARTINA REITER, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Martina_Reiter_Vienna.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p id=\"tw-target-text\" class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-small\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><span lang=\"de\" tabindex=\"0\"><strong>Martina Reiter<\/strong> ist Musikerin. Als sechstes von acht Kindern begann sie fr\u00fch mit dem Instrumentalunterricht und entwickelte ihre F\u00e4higkeiten auf dem Klavier, der Violine und der Viola. W\u00e4hrend ihrer Teenagerjahre in Linz fand sie den Weg in die alternative Musikszene, w\u00e4hrend sie ihre Ann\u00e4herungen an klassische Musik, Chorgesang und Orchesterspiel fortsetzte. In Wien organisierte sie Konzerte und Live-Musik, zog f\u00fcr einige Zeit nach New York, aktiv in der Bewegung f\u00fcr<strong> &#8222;Housing is a Human Right&#8220;<\/strong>. Zur\u00fcck in Wien organisierte sie<strong> Crossover-Konzerte<\/strong> und fr\u00fche<strong> HipHop-Gigs<\/strong>. Ihre eigene musikalische Entwicklung fand in der alten klassischen Musik sowie in der Volksmusik des Innviertels in Ober\u00f6sterreich ein neues Leben, ebenso wie die Ann\u00e4herung an Jazz. Ihr besonderes Interesse gilt den Menschen den \u201e<strong>Tempel der Hochkultur\u201c f\u00fcr alle zu \u00f6ffnen<\/strong>, Musik f\u00fcr Kinder auch aus \u00e4rmeren Verh\u00e4ltnissen zug\u00e4nglich zu machen und mehr R\u00e4ume in Wien zu schaffen, in denen sich Menschen treffen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p>Musik von Martina Reiter: <i><a id=\"m_5810881079628561125LPlnk545430\" class=\"m_5810881079628561125OWAAutoLink\" href=\"http:\/\/www.klassikconnection.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.klassikconnection.at<\/a><\/i><\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ULA SCHNEIDER, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Ula_Schneider_Vienna.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerin <strong>Ula Schneider<\/strong> initiierte und leitet das<strong> Kunstfestival SOHO in Ottakring<\/strong>. Seit 2016 ist sie Teil eines von der Stadt Wien in Auftrag gegebenen Teams, das in Wien f\u00fcr \u201eLeerstand und Aktivierung\u201c (Aktivierung der Nutzung von freien Fl\u00e4chen) verantwortlich ist. Nachdem sie als Kind in den USA lebte, in Deutschland als K\u00fcnstlerin arbeitete und ihre ersten beiden Kinder hatte, kehrte sie nach Wien zur\u00fcck und zog in eine Wohnung am <strong>Brunnenmarkt<\/strong> im Stadtteil Ottakring. Hier startete sie 1999 das Kunstfestival Urban, um den interkulturellen Austausch zwischen Menschen im \u201eBrunnenviertel\u201c zu f\u00f6rdern. Nach 14 Jahre im Brunnenviertel zog das SOHO an den westlichen Rand von Ottakring. Das <strong>zweij\u00e4hrliche Festival<\/strong> bringt viele K\u00fcnstler in die Region:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sohoinottakring.at\">www.sohoinottakring.at<\/a><\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ANDREA AUSZTRICS, Budapest<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Andrea-Ausztrics_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Andrea Ausztrics<\/b> ist eine Filmproduzentin.<\/p>\n<p>Andrea wurde in Budapest geboren. Sie arbeitet als selbstst\u00e4ndige Produzentin, Kuratorin und Medienk\u00fcnstlerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf sozialen Problemen und Darstellungen kultureller Identit\u00e4t und Erinnerung. Sie studierte an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Kunst, Geistes- und Sozialwissenschaften der ELTE und an der NYU als Fulbright-Stipendiatin. Sie hat Master-Abschl\u00fcsse in \u00c4sthetik und kultureller Anthropologie. Neben ihren Projekten arbeitet sie an an ihrer Dissertation zu innovativen j\u00fcdischen Museen in Europa und Amerika, einem Vergleich europ\u00e4ischer und amerikanischer Best Practice.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MAJDA M\u00c1RIA GUESSOUS, Budapest<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Majda-Maria-Guessous_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Majda M\u00e1ria Guessous<\/strong> ist eine ungarisch-marokkanische S\u00e4ngerin und Tr\u00e4gerin des Junior-Prima-Preises. Ihre Ausbildung zur Interpretin und Lehrerin von Volksliedern machte sie an der Franz-Liszt-Musikakademie. Dort ist sie Professorin f\u00fcr Volksgesang. Majdas Stimme wird nicht nur in den USA, der T\u00fcrkei und Marokko gesch\u00e4tzt, sondern auch in Kasachstan, Indien, Bahrein, Kuwait und Saudi-Arabien. Als K\u00fcnstlerin in Yehudi Menuhins MUS-E-Programm leitet sie Musiktherapie-Sitzungen f\u00fcr sozial benachteiligte Kinder. 2017 wurde sie TEDxYouth-Rednerin.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>D\u00d3RA MAURER, Budapest<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Dora-Maurer_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>K\u00fcnstlerin, Filmemacherin<\/strong><\/p>\n<p><strong>D\u00f3ra Maurer<\/strong> macht seit den sp\u00e4ten 1960ern Konzeptkunst und kombiniert dabei verschiedene Medien. Ein wesentlicher Bestandteil ihres Werks sind ihre kunstp\u00e4dagogischen und kuratorischen T\u00e4tigkeiten; seit den 1970ern organisiert sie Ausstellungen. Gleichzeitig begann sie Workshops zu visueller Bildung, Film und Fotografie. Seit 1990 leitet sie einen interdisziplin\u00e4ren Malkurs an der Ungarischen Akademie der sch\u00f6nen K\u00fcnste. Als erste Frau wurde sie zur Leiterin der Sz\u00e9chenyi-Akademie f\u00fcr Literatur und Kunst gew\u00e4hlt.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ZS\u00d3FIA SCHWIKKER, Budapest<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zs\u00f3fia Schwikker<\/strong> ist die Projektmanagerin der ungarischen Tafel.<\/p>\n<p><em>Warum haben Sie sich f\u00fcr diesen Beruf entschieden?<\/em><br \/>\nDas war innere Motivation. Ich habe in multinationalen Unternehmen und Kleinunternehmen im Projektmanagement gearbeitet. Es hat mich ge\u00e4rgert, dass EU-Projektergebnisse nach der F\u00f6rderung in Schubladen versanken. Gl\u00fccklicherweise fand ich<br \/>\ndann einen Job bei der Ungarischen Tafel, wo ich heute noch bin. Meine Aufgabe ist es, Lebensmittelreste vor dem Wegwerfen zu bewahren und in Kooperation mit den Erzeugern an Menschen in Not weiterzuleiten. Ich kontrolliere, ob die Verteilung und Lagerung klappt, der Transport und die Auswahl bed\u00fcrftiger Familien.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>SZILVIA SZ\u00c9N\u00c1SI, Budapest<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Szilvia-Szensai_sw.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Szilvia Sz\u00e9n\u00e1si<\/strong> ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der UCCU-Stiftung f\u00fcr Informelle Bildung der Roma. Sie begann ihre Karriere als Familienpflegerin. Zu ihrer Arbeit z\u00e4hlten Gemeindeorganisation und die Schlichtung zwischen Roma-Familien und der lokalen Bev\u00f6lkerung. Sie studierte Sozialarbeit an der Lor\u00e1nd-E\u00f6tv\u00f6s-Universit\u00e4t und schloss sp\u00e4ter ein Zugangsprogramm f\u00fcr Roma an der Mitteleurop\u00e4ischen Universit\u00e4t Budapest ab. Das Wissen aus einer Ausbildung zur Familientherapeutin wendet sie erfolgreich in ihrem Beruf an.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>DRAGANA ZGONJANIN BOSI\u0106, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Dragana-Zgonjanin-Bosic_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dragana Zgonjanin Bosi\u0107<\/strong> ist eine DNA-Analystin.<\/p>\n<p><em>Was ist f\u00fcr diesen Beruf erforderlich?<\/em><br \/>\nVor allem Hingabe, Geduld, Beharrlichkeit und Wissen. Ich sehe mich als gef\u00fchlvollen Menschen, denn ohne Gef\u00fchle kann man im Beruf nicht so leidenschaftlich sein, wie ich es bin. Ich halte diesen Job f\u00fcr ein Privileg \u2013 nicht, weil andere ihn interessant finden, sondern weil ich ihn liebe und ihn sonst wohl nicht aus\u00fcben k\u00f6nnte. Ich bin gl\u00fccklich, weil ich tue, was ich liebe, gute Menschen mich gefunden haben und nun auch andere Wissenschaftler sagen, dass ich meine Sache gut mache.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>SVETLANA MOJIC D\u017dAKULA, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Svetlana-Mojic_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Svetlana Mojic D\u017eakula<\/strong> ist Designerin und Architektin.<\/p>\n<blockquote><p>Design ist Funktion<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Ich glaube an den Geist eines Ortes und daran, dass jeder Gegenstand zuvorderst als Rahmen f\u00fcr die ihn umgebende Natur dienen und sie erg\u00e4nzen sollte. Passt Architektur zum Ort, an dem sie steht, steigert das ihren Wert und ihre Qualit\u00e4t.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>VESNA LATINOCI\u0106, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vesna-Latinovic\u0301-Kopie.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vesna Latinovi\u0107<\/strong>, Galeristin.<\/p>\n<blockquote><p>Frau sein ist immer schwierig und immer sch\u00f6n. Es ist anspruchsvoll, weil wir so viele verschiedene Aufgaben und Rollen gleichzeitig erf\u00fcllen m\u00fcssen. Aber es ist auch sch\u00f6n, denn es ist eine weibliche Eigenheit, mit Schwung mehrere Dinge gleichzeitig tun zu k\u00f6nnen, multifunktional zu sein und dabei in unterschiedlichen Bereichen gute Ergebnisse zu erzielen. Dieser weibliche Enthusiasmus ist sehr wichtig und treibt uns an. Seinetwegen ist es nicht so schwer, sich mehr anzustrengen.<\/p><\/blockquote>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>BORISLAVA PERI\u0106 RANKOVI\u0106, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Borislava-Peric-Rankovic_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p><strong>Borislava Peri\u0107 Rankovi\u0107<\/strong> ist Tischtennis Sportlerin.<\/p>\n<blockquote><p>Wenn man pessimistisch denkt, st\u00f6rt einen alles, und man wird ungl\u00fccklich. Wenn man alles schwarz sieht, glaubt man vieles zu verpassen, was nicht immer stimmt. Und wenn man die Dinge positiver sieht, merkt man, wie viele augenscheinlich schlimme Situationen einem schon wenige Minuten sp\u00e4ter gar nicht mehr so schlimm erscheinen.<\/p><\/blockquote>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>NATALIJA RIBOVIC, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p><strong>Natalija Ribovic<\/strong>, Medien-K\u00fcnsterlin.<\/p>\n<p><em>Wie bringen Sie Ihre Heimatstadt Novi Sad in Ihre Kunst ein?<\/em><br \/>\nMit der Donau. Novi Sad ist frei wie eine wei\u00dfe Taube, vielseitig in seiner sozialen Diversit\u00e4t und Identit\u00e4t, und zeigt sich (un)sichtbar, reist durch die Kunst, mit der ich ausdr\u00fccke, wo ich gerade bin: auf der Welt.<\/p>\n<p><em>Ihr Lieblingsort in Novi Sad?<\/em><br \/>\nDa denke ich sofort an Kej (Quay), die Promenade an der Donau, das ist mein Lieblingsplatz in Novi Sad. Dort entstehen neue Gedankeng\u00e4nge und Ideen bei mir, dort f\u00fchlt meine Seele Gl\u00fcck.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ISA BERGER, Temeswar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>Ich habe immer gesagt, dass die Donau meine Donau ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Isabella-Beatrix Voneafca (30), mit K\u00fcnstlernamen Isa Berger, wuchs in Orsova an der Donau auf. Heute ist sie Schauspielerin am Deutschen Staatstheate Temeswar. 2017 erhielt sie f\u00fcr ihre Arbeit zwei bedeutende Preise: den Stefan-J\u00e4ger-Preis und den Kulturpreis \u201ePro Timuraensis\u201c, die wichtigste kulturelle Auszeichnung des Kreisrates Temesch. Seit sie mit 13 Jahren auf das deutsche Nikolaus-Lenau-Gymnasium kam, lebt sie in Temeswar. Auf dem Gymnasium schloss sie sich der Schultheatergruppe an und erkannte, dass Schauspielerin ihr Traumberuf ist.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>HERTA M\u00dcLLER, Temeswar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>Der Weg, der von einem K\u00fche h\u00fctenden Kind im Tal zur Stockholmer Stadthalle f\u00fchrt, ist ein seltsamer. Auch hier, wie so oft, stehe ich neben mir.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Das sind die Worte der deutschen Schriftstellerin aus dem Banat, Herta M\u00fcller, in ihrer Rede bei der Verleihung des Literatur-Nobelpreises im Dezember 2009.<\/p>\n<p>Das Nobel-Kommittee entschied sich, diese h\u00f6chste Auszeichnerin einer Schriftstellerin zu verleihen, \u201edie mit der Konzentration von Poesie und der Klarheit von Prosa die Landschaft der Enteigneten zeichnet.\u201c Herta M\u00fcller geh\u00f6rt selbst zu den Enteigneten.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ANDREEA KREMM, Temeswar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p> <div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/kremm.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Andreea Kremm <\/strong>(37 Jahre) war nach dem Misserfolg ihrer ersten Firma nicht entt\u00e4uscht und ist heute eine erfolgreiche Unternehmerin. Mit ihrem Partner gr\u00fcndete sie Netex Consulting im Jahr 2000, und seitdem w\u00e4chst die Firma. Heute besitzt Andreea Kremm mehrere Firmen in Mittel- und S\u00fcdosteuropa. Nebenbei bietet sie Fl\u00fcge und Ballonfahrten in Rum\u00e4nien an. Die Unternehmerin ist mit 27 Jahren \u201ein Rente gegangen\u201c, als sie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr wichtige Posten rekrutierte, um sich ihren Hobbys widmen zu k\u00f6nnen. Sie ist Pilotin f\u00fcr mehrmotorige Flugzeuge und die erste rum\u00e4nische Frau, die Wasserflugzeuge fliegen darf. Am liebsten reist sie und lernt andere Kulturen kennen.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>GEORGETA PETROVICI, Temeswar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Georgeta Petrovici<\/strong>, Journalistin und PR-Beraterin.<\/p>\n<blockquote><p>Ich liebe Temeswar. Ich f\u00fchle mich diesem Ort energetisch verbunden, hier sind meine Wurzeln. Wenn ich fortgehe, bin ich nicht ganz. Es ist schlie\u00dflich ein zivilisierter Ort mit wunderbaren Menschen. Realistisch betrachtet muss man zugeben, dass wir eine Provinzstadt sind, obwohl wir es uns auch anders w\u00fcnschen. Ich litt jahrelang, als man uns provinziell nannte, aber es stimmt. Und es ist gar nicht schlimm. Ich mag diese Stadt, weil sie sich noch in die richtige Richtung entwickeln kann. Ich denke, hier gibt es Potenzial und dass wir eines Tages aufwachen und anfangen zu bauen. Das wird dann die wahre Revolution.<\/p><\/blockquote>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ERIKA WEISZ, Temeswar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p>Wenn man seine Leidenschaft zum Beruf macht, steht der beruflichen Selbstverwirklichung nichts im Wege. Erika Weisz (31) geh\u00f6rt zu den Frauen, die Arbeit und Vergn\u00fcgen jeden Tag verkn\u00fcpfen k\u00f6nnen. Nach ihrem Abschluss am Nikolaus-Lenau-Gymnasium studierte sie Physiotherapie und Kinesiotherapie an der West-Universit\u00e4t in Temeswar. Sie ist qualifizierte Reittherapeutin und Allgemeinmedizinerin. Momentan befindet sie sich im Masterstudium f\u00fcr Psychotherapie und klinische Psychologie an der Universit\u00e4t Tibiscus in Temeswar. Wegen ihrer Liebe zu Menschen und Tieren besuchte sie Kurse des Zentrums f\u00fcr Pferdetraining in Mailand, Italien. Seit vier Jahren arbeitet Erika Weisz mit Kindern mit besonderen Bed\u00fcrfnissen im HorsEmotion-Zentrum f\u00fcr Reittherapie und nat\u00fcrliches Reiten in Ianova, 22 Kilometer von Temeswar entfernt.<\/p>\n<div class=\"oSioSc\">\n<div id=\"tw-target\">\n<div id=\"tw-target-text-container\" class=\"gsrt tw-ta-container tw-nfl\">\n<p id=\"tw-target-text\" class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-small\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><span lang=\"de\" tabindex=\"0\">Die dreidimensionalen Schwingungen, die auf denjenigen \u00fcbertragen werden, der auf einem Pferd reitet, haben einen positiven Einfluss auf K\u00f6rper und Geist. Muskel werden gest\u00e4rkt, Atmung, Gleichgewicht und Koordination der Bewegungen werden verbessert. Die Interaktion mit dem Tier wirkt sich positiv auf das Kind aus, das aufmerksamer wird, sich besser fokussieren kann und ein h\u00f6heres Ma\u00df an Unabh\u00e4ngigkeit erreicht. <\/span><\/p>\n<p class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-small\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><span lang=\"de\" tabindex=\"0\">Sie ist eine der wenigen Pferdetherapeutinnen in Rum\u00e4nien. Die Pferde-Therapie oder das therapeutische Reiten ist eine in den westlichen L\u00e4ndern eher anerkannte Therapieform. Eine wichtige Aussage unseres Interviews, die so viel \u00fcber ihre Arbeit aussagt: <\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-small\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><span lang=\"de\" tabindex=\"0\">Keines meiner Kinder hat das Gef\u00fchl, zur Therapie zu kommen.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>ANNA MARIA BRANDST\u00c4TTER, Linz<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p> <div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/AnnaMariaBrandsta\u0308tter.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anna Maria Brandst\u00e4tter<\/strong> besuchte die Kunstuniversit\u00e4t Linz, lebt und arbeitet heute in St. Nikola. Ihr Atelier liegt direkt an der Donau. Die wechselnden Stimmungen des Flusses und der Natur sind oft Ideengeber f\u00fcr ihre Fotografien, Texte, Druckgrafik, Radierungen, Lithografie und Bilder im Gro\u00dfformat. Sie gestaltet auch Plakate und Aufkleber, z.B. f\u00fcr die Bundespr\u00e4sidentenwahl: \u201ew\u00f6n gehn \u2013 hop hop\u201c.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MICHELE J. KNAPP, Linz<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p> <div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/MichelleKnapp.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Michele Knapp<\/strong> wurde 1938 in Linz geboren und floh vor der Judenverfolgung nach Frankreich. Heute lebt sie wieder in Linz, schreibt und erz\u00e4hlt als Zeitzeugin \u00fcber ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, auch in Schulen. Mehrmals entwurzelt, hilft ihr autographisches Schreiben, ebenso das Malen von Bildern und das Bearbeiten von Steinen. Ihr zweites Buch beleuchtet die Jahre nach dem Tod ihres Mannes und die Frage, ob die Gesellschaft wirklich nur von M\u00e4nnern abh\u00e4ngig ist? Das kann doch nicht sein\u2026<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>REGINA HELLWIG-SCHMID, Regensburg<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p> <div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Regina_Hellwig-Schmid.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Regina Hellwig-Schmid<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wof\u00fcr engagieren Sie sich? Wof\u00fcr brennen Sie als K\u00fcnstlerin? <\/strong><br \/>\nKunst vermag schwierige Themen, f\u00fcr die uns oft die Worte fehlen, zu vermitteln und die Menschen zu erreichen.<br \/>\nIn meiner Kunst trete ich u. a. f\u00fcr das selbstbestimmte Leben von Frauen ein. Eines meiner ersten gro\u00dfen Themen, mit denen ich mich k\u00fcnstlerisch besch\u00e4ftigte, war Lilith, Adams erste Frau. Das Eintauchen in diesen Mythos war Ausl\u00f6ser, mich mit dem Thema Frausein in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Schwierige Themen wie Gewalt und vieles, was Frausein auch bedeutet, einzukreisen und Menschen damit zu ber\u00fchren.<\/p>\n<p>Ich bin Feministin und Menschenrechtsaktivistin. W\u00e4hrend des Krieges in Ex-Jugoslawien, der sich vor unserer Haust\u00fcre ereignete, wurden Frauen Opfer sexualisierter Gewalt. \u2013 Da war es wieder, mein Thema. Die Berichte dieser Frauen ersch\u00fctterten mich und ich initiierte die internationale Kunst- und Friedensaktion \u201epax danubiana\u201c. Ich reiste in die Donaul\u00e4nder, um ein aktives Zeichen f\u00fcr den Frieden zu setzen. Im Herbst 2000 schickten 1.867 K\u00fcnstler*innen in zw\u00f6lf St\u00e4dten an der Donau k\u00fcnstlerische oder literarische Friedensbotschaften als Flaschenpost auf den Weg, \u201epax danubiana\u201c war der Anfang der donumenta.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr \u201epax danubiana\u201c erhielten Sie die Auszeichnung \u201eFrau Europas\u201c. Wie kam es dazu? <\/strong><br \/>\nIch hatte bei der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung \u00fcber \u201epax danubiana\u201c gesprochen, wie aus einer kleinen Idee eine Bewegung wird. Ich glaube, das war ausschlaggebend f\u00fcr den Preis. Die Europ\u00e4ische Bewegung zeichnet jedes Jahr eine andere Frau f\u00fcr Deutschland aus. Ich bin stolz darauf, in dieser Gruppe zu sein. Das sind alles K\u00e4mpferinnen, Frauen, die ihre Komfortzone verlassen haben und ehrenamtlich Gro\u00dfes leisten. Im letzten Jahr haben wir D\u00fczen Tekkal ausgezeichnet, die jesidische Frauen aus den F\u00e4ngen des IS befreite.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet Europa f\u00fcr Sie?<\/strong><br \/>\nEuropa ist eine Wertegemeinschaft, die wir allen egoistischen und nationalistischen Gedanken zum Trotz verteidigen m\u00fcssen. Ich bin Europ\u00e4erin, komme aus Deutschland, lebe in Bayern und wohne in Regensburg. Ich habe keine andere Denke. Europa ist ein Sehnsuchtsort f\u00fcr so viele und das ist f\u00fcr mich auch der Nachweis daf\u00fcr, dass es in Europa wohl viel besser ist als anderswo auf der Welt.<\/p>\n<p><strong> Was bedeutet die Donau f\u00fcr Sie?<\/strong><br \/>\nSie ist f\u00fcr mich der Fluss, der den spannendsten und vielf\u00e4ltigsten Kulturraum durchflie\u00dft. An der M\u00fcndung, wo die Donau vom Schwarzen Meer verschluckt wird, ist sie auch noch magisch. \u2013 Was der Fluss auf 2800 Kilometern gesehen hat, was ich dort f\u00fcr tolle Menschen getroffen habe, ich kann es gar nicht beschreiben, solch ein Reichtum. Hier lebt eine gro\u00dfe V\u00f6lkergemeinschaft.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>BARBARA KROHN, Regensburg<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p>Die Schriftstellerin <strong>Barbara Krohn<\/strong> wuchs in Hamburg auf, lebte vier Jahre in Neapel und seit fast drei\u00dfig Jahren in Regensburg. Sie ver\u00f6ffentlichte Romane, Erz\u00e4hlungen und Lyrik und unterrichtet Kreatives Schreiben.<\/p>\n<p><strong>Wie sind Sie Schriftstellerin geworden?<\/strong><br \/>\n\u201eWerden\u201c ist genau das richtige Wort. Ich habe mich immer intensiver mit Sprache besch\u00e4ftigt: Studium Germanistik und Italianistik, \u00dcbersetzungen italienischer und amerikanischer Romane, eigene Lyrik, Buchver\u00f6ffentlichungen und Nominierungen \u2013 und eines Morgens dachte ich: Jetzt bist du tats\u00e4chlich geworden, wovon du immer getr\u00e4umt hast. Das Schreiben ist eine intensive Besch\u00e4ftigung mit der inneren Welt, der \u00e4u\u00dferen Welt, der eigenen Biografie, der Geschichte und den Geschichten im Kopf, immer wieder neu.<\/p>\n<p><strong>Sie sind in Hamburg aufgewachsen und leben heute in Regensburg. Was bedeutet die Donaustadt f\u00fcr Sie und Ihre Literatur?<\/strong><br \/>\nDie Unterschiede zwischen Nord und S\u00fcd haben mein Leben gepr\u00e4gt und bereichert. Hamburg war ja nach dem Krieg weitgehend zerst\u00f6rt. Meine Kindheit und Jugend habe ich in der Gro\u00dfstadt verbracht, es gab den Hafen, die Elbe, aber auch Bunker und Tr\u00fcmmergrundst\u00fccke. Dagegen ist Regensburg mit dem mittelalterlichen Stadtbild, den Spuren von Geschichte und Kunst fast ein Idyll.<br \/>\nAuch beim Schreiben reise ich zwischen dem Hier und Jetzt und dem Damals hin und her und her und hin: mit dem einen Bein im Norden, mit dem anderen an der Donau. Das ist ein st\u00e4ndiger Spagat, den ich lebe, ich brauche diese Bewegung des Weder-Noch und des Sowohl-Als-Auch. Insofern ist Regensburg Ruhepol und zugleich Ort des Aufbruchs.<\/p>\n<p><strong>Sie geben Kurse f\u00fcr Kreatives Schreiben. Wie geht das? <\/strong><br \/>\nEtwas weiterzugeben ist Teil meines Wesens. Ich habe schon immer gern unterrichtet, Italienisch, Tennis, Literatur, Sprache und bin \u00fcberzeugt: Jede, die schreiben m\u00f6chte, hat eine eigene Schreibstimme, die nach au\u00dfen dr\u00e4ngt und sich zeigen will. Das zu begleiten und das jeweils Besondere in den Schreibstimmen zu f\u00f6rdern, ist Bestandteil meiner Kurse, ebenso wie die Vielfalt der Texte, Figuren und Erz\u00e4hlungen. Das Handwerk des Schreibens gibt eine Basis, das Kreative aber entsteht aus der Reibung zwischen dem Ich und der Welt.<\/p>\n<p><strong>Warum ist Schreiben eine flie\u00dfende Bewegung?<\/strong><br \/>\nMan spricht nicht zuf\u00e4llig von Schreibfluss: etwas kommt in Bewegung, Worte, Figuren, Geschichten. Auch wenn ich mich bewege, fallen mir Stories ein, beim Radfahren, beim Joggen, beim Zugfahren. In Hamburg an der Elbe ist das Meer nicht weit \u2013 und in Regensburg verbindet mich die Donau mit vielen anderen L\u00e4ndern. Leben bedeutet Bewegung, nie wei\u00df man, was kommt, was wird, was entsteht \u2013 das ist auch beim Schreiben nicht anders.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MIRELA HUTINEC, Vukovar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p> <div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Mirela_Hutinec.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mirela Hutinec<\/strong> ist Leiterin des Museums der Vu\u010dedol Kultur in Vukovar.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Sie Ihre Liebe zur Arch\u00e4ologie entdeckt? <\/strong><br \/>\nDie Liebe zur Arch\u00e4ologie entdeckte ich recht fr\u00fch, noch in der Schule. Durch Zufall kam ich immer wieder nach Vu\u010dedol und beobachtete die Ausgrabungen. So begann ich mich f\u00fcr Arch\u00e4ologie zu interessieren. Sp\u00e4ter in der Sekundarstufe hatte ich dort auch ein Praktikum und vertiefte dieses Interesse. Die Arch\u00e4ologie, die zu meinem Beruf wurde, bedeutet mir sehr viel, ich betrachte sie als etwas, das mich durchs Leben leitet.<\/p>\n<p><strong>Wie sehen Sie die Zukunft des Museums?<\/strong><br \/>\nAuf jeden Fall sehr positiv, weil das digitalisierte Zeitalter eine Vielzahl an M\u00f6glichkeiten bringt. Unser Museum ist zeitgem\u00e4\u00df konzipiert; es gibt keine Ausstellung im klassischen Sinne, sondern diese ist multimedial. Das erm\u00f6glicht den Besuchern ein unmittelbares Erlebnis der Geschichte, die das Museum erz\u00e4hlt. In Zukunft werden wir in einem Planetarium den Himmel \u00fcber Vu\u010dedol zeigen. Wir werden die neuen Technologien immer mehr nutzen und deshalb sehe ich f\u00fcr Museen allgemein eine helle Zukunft.<\/p>\n<p><strong> Wie sehen Sie den Zusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?<\/strong><br \/>\nAus der Vergangenheit lernen wir, wie stark die Urmenschen, auch die Siedler Vu\u010dedols, mit der Natur verbunden waren, sie achteten. Wir erkennen dabei auch, dass wir heutzutage von ihr entfremdet sind. Ich denke, dass die Erkenntnis \u00fcber unser Kulturerbe und unsere Identit\u00e4t sehr wichtig ist und dass wir, als Indoeurop\u00e4er, uns bewusst werden m\u00fcssen, dass hier der Ausgangspunkt unserer Zivilisation liegt.<\/p>\n<p><strong>Was sind Ihre Lieblingsaufgaben, die Sie im Rahmen Ihrer Arbeit erledigen?<\/strong><br \/>\nAm liebsten mag ich neue Projekte, mir Neues auszudenken, L\u00f6sungen zu finden. Wenn man etwa ein leeres Blatt Papier vor sich hat und daraus etwas schaffen muss, da fragt man sich, wie man zu den Menschen durchdringen kann. Ich liebe es, neue Ideen zu visualisieren. Mich begeistern au\u00dferdem die zahlreichen M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen, wenn mir bewusst wird, auf wie vielen Feldern wir wirken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Stadt?<\/strong><br \/>\nIn der Stadt mag ich nicht nur einen Platz. Die meisten Menschen m\u00f6gen das Ufer der Donau und der Vuka, die Stadtmitte. F\u00fcr mich aber ist Vukovar mehr als das. Vukovar ist eine ganze Reihe von kleinen Stra\u00dfen und Gassen, die ich zu entdecken liebe. Wenn ich durch sie schlendere, betrachte ich die verschiedenen Blickwinkel der Stadt. So entfaltet sich die Stadt immer neu, obwohl ich sie von klein auf kenne. Diese \u201eEcke\u201c Kroatiens ist irgendwie in Vergessenheit geraten, aber gerade unser Kulturerbe hat die Macht, die Menschen hierhin zu locken. Hoffentlich entdecken auch zuk\u00fcnftig viele Besucher die zahlreichen Sch\u00e4tze hier und bereichern durch ihren Besuch gleichzeitig das Leben in der Stadt.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>VESNA BOSANAC, Vukovar<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p><strong>Vesna Bosanac<\/strong> ist \u00c4rztin und Leiterin des Krankenhauses in Vukovar.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet Ihr Beruf f\u00fcr Sie? <\/strong><br \/>\nEigentlich wollte ich schon immer, von klein auf, \u00c4rztin werden. Ich hatte immer das Bed\u00fcrfnis, anderen zu helfen, und w\u00e4hlte deshalb diesen Beruf. Ich schloss das Gymnasium in Vukovar ab und studierte dann in Zagreb Medizin. Der Beruf der \u00c4rztin ist sehr verantwortungsvoll, aber am sch\u00f6nsten ist es, wenn ich Menschen helfe.<\/p>\n<p><strong>Wie ist zahlenm\u00e4\u00dfig das Verh\u00e4ltnis zwischen m\u00e4nnlichen und weiblichen \u00c4rzten im Vukovarer Krankenhaus?<\/strong><br \/>\nEs gibt auf jeden Fall mehr Frauen. Z\u00e4hlt man nur die \u00c4rzte und \u00c4rztinnen, dann w\u00e4ren es sechzig Prozent Frauen und vierzig Prozent M\u00e4nner. Z\u00e4hlt man das gesamte Krankenhauspersonal und glaubt dem Stereotyp, Krankenpfleger sei ein Frauenberuf, haben wir dem eine gro\u00dfe Quote an M\u00e4nnern entgegenzusetzen. Wir haben jedoch zum Beispiel 14 Hebammen, alles Frauen. Es ist traurig, dass M\u00e4nner, die diesen Beruf ergreifen wollen, von der Gesellschaft verurteilt werden.<\/p>\n<p><strong>Sie haben viele Auszeichnungen und Anerkennungen bekommen. Welche bedeutet Ihnen am meisten? <\/strong><br \/>\nEs stimmt, ich wurde wirklich oft geehrt. Doch am sch\u00f6nsten finde ich es, wenn ich zum Marktplatz oder in die B\u00e4ckerei gehe und die Menschen mich erkennen. \u201eGuten Tag, Frau Doktor\u201c, \u201eSie haben meinen Sohn geheilt\u201c, \u201eDanke, dass Sie mir geholfen haben\u201c. Diese Worte sind eigentlich eine Art Auszeichnung f\u00fcr meine Arbeit. Es gibt kein sch\u00f6neres Gef\u00fchl und das ist die gr\u00f6\u00dfte Anerkennung, die ich bekommen kann. Wenn ich eine formale Auszeichnung nennen m\u00fcsste, w\u00e4re es die Ehrenmedaille der kroatischen \u00c4rztekammer.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrden Sie jungen Medizinstudent*innen ans Herz legen, warum es sich lohnt, Arzt*in zu werden? <\/strong><br \/>\nEs ist wichtig, zu lernen und sein Ziel beharrlich zu verfolgen. In diesem Beruf muss man sehr viel in die Ausbildung investieren. Medizinstudierende haben viel theoretisches Wissen, aber wenn es um Praxis geht, z\u00f6gern die meisten, um Rat zu fragen. Es ist nicht schlimm, zu fragen. Schlimm ist es, nicht zu fragen und deshalb Fehler zu machen. Man sollte immer erfahrene Kolleginnen und Kollegen um Hilfe bitten.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie in der Stadt einen Lieblingsplatz?<\/strong><br \/>\nDas ist zweifellos das Ufer der Donau. Schon als kleines M\u00e4dchen und besonders sp\u00e4ter als Sch\u00fclerin liebte ich Spazierg\u00e4nge an der Donau. Schon immer haben mich ihre Tiefe, Gr\u00f6\u00dfe und ihr Verlauf fasziniert. Ich glaube, dass die Donau einen besonderen Platz im Herzen eines jeden Stadtbewohners von Vukovar hat.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier sind sie: interessante, faszinierende und kluge Frauen entlang der Donau, die in ihrem Arbeitsbereich einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesellschaften haben (oder hatten). 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