{"id":2531,"date":"2019-09-24T14:35:05","date_gmt":"2019-09-24T12:35:05","guid":{"rendered":"https:\/\/de.women.danube-stories.eu\/?page_id=2531"},"modified":"2022-09-01T01:15:31","modified_gmt":"2022-08-31T23:15:31","slug":"linz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/linz\/","title":{"rendered":"Linz"},"content":{"rendered":"<div class=\"row  \"><div class=\"col-sm-6 col-lg-4 col-md-4 \">\n<div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Ulm_Stadtfu\u0308htrung.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<\/div><div class=\"col-sm-6 col-lg-8 col-md-8 \">\n<div class=\"leaflet-map WPLeafletMap\" style=\"height:355px; width:100%;\"><\/div><script>\nwindow.WPLeafletMapPlugin = window.WPLeafletMapPlugin || [];\nwindow.WPLeafletMapPlugin.push(function WPLeafletMapShortcode() {\/*<script>*\/\nvar baseUrl = atob('aHR0cHM6Ly97c30udGlsZS5vcGVuc3RyZWV0bWFwLm9yZy97en0ve3h9L3t5fS5wbmc=');\nvar base = (!baseUrl && window.MQ) ?\n    window.MQ.mapLayer() : L.tileLayer(baseUrl,\n        L.Util.extend({}, {\n            detectRetina: 0,\n        },\n        {\"subdomains\":\"abc\",\"noWrap\":false,\"maxZoom\":20}        )\n    );\n    var options = L.Util.extend({}, {\n        layers: [base],\n        attributionControl: false\n    },\n    {\"zoomControl\":true,\"scrollWheelZoom\":true,\"doubleClickZoom\":false,\"fitBounds\":false,\"minZoom\":0,\"maxZoom\":20,\"maxBounds\":null,\"attribution\":\"<a href=\\\"http:\\\/\\\/leafletjs.com\\\" title=\\\"A JS library for interactive maps\\\">Leaflet<\\\/a>; \\\\r\\\\n\\u00a9 <a href=\\\"http:\\\/\\\/www.openstreetmap.org\\\/copyright\\\">OpenStreetMap<\\\/a> contributors\"},\n    {});\nwindow.WPLeafletMapPlugin.createMap(options).setView([48.30694,14.28583],14);});<\/script><br \/>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 100px\"><\/div>\n<div class=\"row  \"><div class=\"col-sm-6 col-lg-4 col-md-4 \">\n<h6>Veranstaltungen<\/h6>\n<ul>\nWir informieren Sie \u00fcber kommende Veranstaltungen.<\/p>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-lg-8 col-md-8 \">\nHier folgen wir den Spuren bedeutender Frauen in ereignisreichen Zwischenzeiten: Mit \u201eKeplers Mutter\u201c erleben wir den \u00dcbergang der Alten in die Neue Welt, Hedda Wagner folgen wir von der Monarchie \u00fcber zwei Weltkriege bis in die Nachkriegszeit. Die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt \u00d6sterreichs hat sich mittlerweile vom staubigen Industrie-Image befreit und wurde zur Kulturpionierin, mit der Ars Electronica und der Linzer Klangwolke, dem Filmfestival Crossing Europe und dem Lentos Avantgarde-Kunstmuseum. Nicht zu vergessen als ideales Mitbringsel: die Linzer Torte, die s\u00fc\u00dfeste Botschafterin der Donaustadt!<\/p>\n<p>FRAUEN IN LINZ<br \/>\nLinz ist eine wahre Stadt der Frauen. Bereits 2004 machte die \u201eLinzer Stadtf\u00fchrerin\u201c auf Frauen aufmerksam, die Stadtgeschichte pr\u00e4gten; 2013 widmete sich die Historikerin Gabriella Hauch im Stadt-Jahrbuch \u201eFrauen.Leben.Linz\u201c der Frauen- und Geschlechtergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.<br \/>\nJ\u00e4hrlich wird der \u201eLinzer Frauenpreis\u201c durch das Frauenb\u00fcro der Stadt ausgelobt, um feministische Anliegen anzuerkennen und die Bev\u00f6lkerung zu geschlechterdemokratischem Handeln zu ermutigen. Dabei wird das Symbol eines \u201eHexenbesens\u201c Frauen \u00fcberreicht, die trotz schwieriger Umst\u00e4nde ihren Weg gehen und traditionellen Frauenbildern trotzen \u2013 w\u00e4re Katharina Kepler in Linz geblieben, w\u00e4re sie von der Hexenverfolgung in W\u00fcrttemberg bestimmt verschont geblieben.<br \/>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 100px\"><\/div>\n<div active=\"0\" class=\"gravity-accordion\">\n        <div>HEDDA WAGNER, Linz<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p>Geboren in der Monarchie, erlebte Hedda tiefgreifende politische und soziale Ver\u00e4nderungen mit Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf ihr eigenes Leben.<br \/>\n<strong>Hedwig Elisabeth Maria Wagner<\/strong> wurde 1876 als einziges Kind des Nervenarztes Karl Wagner und seiner Frau Anna in Niedernhart bei Linz geboren. Damals war es \u00fcblich, dass \u00c4rzte im Gel\u00e4nde der Anstalt wohnten, wodurch Hedda schon fr\u00fch mit Erkrankten in Ber\u00fchrung kam. Begegnungen, die ihr soziales Bewusstsein sch\u00e4rften. Sie erhielt eine \u2013 f\u00fcr M\u00e4dchen in dieser Zeit un\u00fcbliche \u2013 gymnasiale Bildung und beherrschte sieben Fremdsprachen. Fr\u00fch zeigte sich ihre musikalische Begabung und so wurde sie von bekannten Lehrern wie Anton Bruckners letzten Klaviersch\u00fcler, Franz Hayb\u00f6ck, unterrichtet.<\/p>\n<p>1896 legte sie am Wiener Konservatorium die Staatspr\u00fcfung in Komposition und Klavier mit Auszeichnung ab. Ihr erstes Musikst\u00fcck: das Lied \u201eBlauschimmernde Tage\u201c, im Stil der Romantik komponiert.<br \/>\nAb 1910 begann Hedda Gedichte zu schreiben, die sie auch vertonte. Es entstanden \u00fcber tausend Gedichte und Lieder sowie der Roman \u201eStadt in Flammen\u201c. Neben Opern, Liedern und Chorwerken schuf sie viele kleinere Kompositionen. Ihr Singspiel \u201eDas Spiel vom letzten Krieg\u201c wurde im Linzer Varietetheater aufgef\u00fchrt. Die Vorstellung war ausverkauft und wurde sogar in Deutschland positiv aufgenommen.<\/p>\n<p>Als Person l\u00e4sst sich Hedda kaum in ein Schema einordnen, auch zeitlich nicht, da ihr Werk von Romantik, Expressionismus und Naturalismus gepr\u00e4gt wurde.<br \/>\nW\u00e4hrend der NS-Zeit wurde aufgrund ihrer sozialistischen Gesinnung ein Publikations- und Auff\u00fchrungsverbot \u00fcber sie verh\u00e4ngt. Diese \u201eZeit der unfreiwilligen Mu\u00dfe\u201c nutzte sie, um sich k\u00fcnstlerisch zu entwickeln. Von den damals komponierten drei Opern wurde jedoch keine jemals aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Heddas Lebenswerk wurde an einem Ort geehrt, der als Ausgangspunkt f\u00fcr den \u00d6sterreichischen B\u00fcrgerkrieg 1934 in die Geschichte einging: dem ehemaligen Hotel Schiff. Es steht heute noch in der Landstra\u00dfe und erinnert an vergangene Zeiten, die von Hass und Widerstand gepr\u00e4gt waren.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>KATHARINA KEPLER, Linz<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<p><strong>Katharina Kepler,<\/strong> geb. Guldenmann wurde 1546 im w\u00fcrttembergischen Dorf Eltingen geboren. Sie heiratete den Sohn des B\u00fcrgermeisters, Heinrich Kepler und bewirtschaftete mit ihm ein kleines St\u00fcck Land.<br \/>\nDie Ehe stand unter keinem guten Stern. Der Schwiegervater lehnte Katharina ab, das Ehepaar zerm\u00fcrbte sich mit Streitereien. Heinrich verlie\u00df die Familie, Katharina musste vier Kinder alleine gro\u00dfziehen. Eine alleinstehende, unabh\u00e4ngige Frau war zur damaligen Zeit nicht gern gesehen, diese Lebensart widersprach dem traditionellen Frauenbild. Dies k\u00f6nnte auch der Grund f\u00fcr die Bezichtigung der Hexerei gewesen sein.<br \/>\nAls sie mit ihrer Nachbarin in Streit geriet, konnte sie nicht ahnen, dass dies zur Anklage der Hexerei f\u00fchren w\u00fcrde. Katharina h\u00e4tte sie mit einem giftigen Trank ermorden wollen, erkl\u00e4rte die Nachbarin.<br \/>\nDamals war es nicht ungew\u00f6hnlich, dass Frauen Heilkr\u00e4uter verwendeten. So hatte etwa Herzog Friedrichs Frau eine Apotheke mit naturmedizinischen Produkten in Leonberg. Ihr Stand als Adelige sch\u00fctzte sie vor dem Vorwurf der Hexerei \u2013 ein Privileg, das Katharina nicht hatte. Unliebsame Frauen machte man oft f\u00fcr Schicksalsschl\u00e4ge verantwortlich. In der Fr\u00fchen Neuzeit f\u00fchrten die Naturkatastrophen verst\u00e4rkt zur Hexenverfolgung.<\/p>\n<p>Katharinas Sohn Johannes lebte zu dieser Zeit bereits als anerkannter Astronom in Linz. Den Ernst der Lage erkennend, holte er seine Mutter zu sich. Ein Jahr lang blieb Katharina bei ihm. Als sie zur\u00fcck in ihre Heimatstadt kehrte, wurde ihr 1619 der Prozess gemacht, mit 49 Anklagepunkten wie Stallzauber, Grabsch\u00e4ndung und Schadenszauber. Dank der Interventionen ihres ber\u00fchmten Sohnes wurde sie nach sechs Jahren Gef\u00e4ngnis und vielen Verhandlungen freigesprochen. Ein Jahr danach starb sie an den Folgen der Haft.<\/p>\n<p>Katharina habe das Interesse ihres Sohnes f\u00fcr Astronomie geweckt und gef\u00f6rdert, wird \u00fcberliefert. In Linz tragen viele Sehensw\u00fcrdigkeiten seinen Namen. Zuk\u00fcnftig soll eine eigene Gedenktafel auch an Katharina und an die dunkle Zeit der Hexenverfolgung erinnern.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>UTE BOCK, Linz<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<strong>Ute Bock<\/strong> \u2013 eine noch junge Legende, deren Name f\u00fcr Menschlichkeit und Respekt gegen\u00fcber gefl\u00fcchteten Menschen steht. Die Initiatorin zahlreicher humanit\u00e4rer Projekte wurde f\u00fcr ihr unerm\u00fcdliches Engagement bekannt und geehrt. Sie unterst\u00fctzte Fl\u00fcchtlinge bei der Suche nach Wohnraum und mit Kleidung, in der Weiterbildung und durch Vermittlung von juristischer und medizinischer Hilfe. Letzte Hoffnung \u2013 Ute Bock Ute Bock wurde 1942 in Linz geboren. Auf Wunsch ihres Vaters bewarb sie sich bei der Stadt Wien, wo sie aber ohne spezielle Ausbildung nur als Erzieherin arbeiten konnte. In einem Lehrlingsheim betreute sie Kinder aus Gastarbeiterfamilien. Bald wurden ihr von Sozialarbeiter*innen vor allem die \u201eschwierigen F\u00e4lle\u201c, geschickt. Kinder abzuweisen kam ihr nie in den Sinn. Nach ihrer Pensionierung engagierte sie sich weiter, f\u00fcr Menschen auf der Flucht. Aus ihrer eigenen schwierigen Vergangenheit als Erzieherin hat Ute Bock keinen Hehl gemacht \u2013 staatliche Heime des letzten Jahrhunderts waren noch gepr\u00e4gt von der Strenge des Nationalsozialismus. Das Besondere an ihr? Sie konnte Menschen dazu bewegen, sich zu solidarisieren. Als ihr \u201eUte Bock Verein \u2013 Wohn- und Integrationspro-jekt\u201c 2008 vor dem finanziellen Aus stand, sprang ein \u00f6sterreichischer Bau-Industrieller mit einer Gro\u00dfspende ein. Er kaufte \u00fcber seine Privatstiftung das Vereinsgeb\u00e4ude, finanzierte Renovierung und Umbau und stellte es dem Verein als Wohnheim f\u00fcr rund 70 Gefl\u00fcchtete zur Verf\u00fcgung. Auch Ute Bock bezog hier eine kleine Wohnung. Sie organi-sierte und betreute mit ihrem Netzwerk aus \u00fcberwiegend ehrenamtli-chen Mitarbeiter*innen auch \u00fcber 100 externe Wohnungen in Wien f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsfamilien. Ute Bock starb 2018. In der Erinnerung vieler Menschen lebt sie jedoch weiter: in B\u00fcchern, Filmen und Ehrungen (Preis f\u00fcr Zivilcourage; Welt-mensch- Preis). Ihr Grab befindet sich auf dem Evangelischen Friedhof am Zentralfriedhof in Wien. Und w\u00e4hrend es in Wien abgelehnt wurde, einen Platz nach ihr (um-)zubenennen, soll demn\u00e4chst in Linz im Stadtteil Pichling eine Stra\u00dfe ihren Namen tragen.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MARIA H\u00d6FNER, Linz<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<strong>Maria H\u00f6fner<\/strong> war eine Gelehrte von internationalem Rang. Sie wurde zur Pionierin f\u00fcr die Erforschung der Geschichte, Kultur und Sprache S\u00fcdarabiens. Von ihren Kolleg*innen in Anlehnung an die biblische Gestalt respektvoll \u201eK\u00f6nigin von Saba\u201c genannt, erhielt sie auch au\u00dfer-halb Europas aufgrund ihrer umfassenden Kenntnisse der Philologie, Epigraphik (Inschriftenkunde), Linguistik, Lexikografie und Religions geschichte gro\u00dfe Anerkennung. Mutter der Sab\u00e4istik H\u00f6fner geb\u00fchrt der Verdienst, die \u201eSab\u00e4istik\u201c \u2013 die Entwicklung der Wissenschaft des antiken S\u00fcdarabiens \u2013 in \u00d6sterreich mitbegr\u00fcndet und zum Ausbau der kulturellen Beziehungen mit arabischen L\u00e4ndern entscheidend beigetragen zu haben. Auch f\u00fcr die \u00c4thiopistik leistete sie Grundlegendes, so etwa mit dem W\u00f6rterbuch der Tigr\u00e9-Sprache, die von etwa 800.000 Menschen in Eritrea und im Sudan gesprochen wird. Wie m\u00fchevoll ihre Arbeit gewesen ist, zeigt ihre Bemerkung: \u201eDie Ver\u00f6ffentlichung eines W\u00f6rterbuches im Leben reicht!\u201c Es bereitete ihr nicht nur gro\u00dfe Freude, geheimnisvolle Inschriften alter Kulturen zu entziffern. Sie konnte auch komplexe wissenschaftliche Details wunderbar verst\u00e4ndlich erkl\u00e4ren, wie etwa die Vieldeutigkeit magischer Zeichen, die Bedeutung von Graffitis f\u00fcr das Alltagsleben fr\u00fcherer Zeiten oder die faszinierende Wirkung der Geometrie f\u00fcr vergangene Zivilisationen. Vergessene Tochter der Stadt Linz H\u00f6fner wurde in Linz geboren. Sie ging in Salzburg zur Schule, studierte in Graz zuerst Mathematik und Physik, dann Alte Geschichte und Semitische Philologie. 1932 erfolgte ihre Promotion, 1939 die Habilitation. Bis 1964 lehrte sie an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, danach leitete sie bis zu ihrer Emeritierung 1971 die Lehrkanzel f\u00fcr Orientkunde an der Universit\u00e4t Graz. Als korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissen-schaften in Wien setzte sie auch im Ruhestand ihre wissenschaftliche Arbeit fort \u2013 ein beachtliches Lebenswerk zur Sab\u00e4istik und \u00c4thiopistik. In ihrer Freizeit engagierte sie sich besonders f\u00fcr den Tierschutz, gemeinsam mit ihrer Lebensgef\u00e4hrtin seit Studienzeiten, einer Tier psychologin, die H\u00f6fners Forschungen viele Jahre lang durch wissenschaftliche Zuarbeit unterst\u00fctzte.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n<\/div>\n<p>Ordering papers from professional writers is a great way to boost your grades and eliminate writing stress. Writing essays can be challenging, particularly if there is an <a href=\"https:\/\/us.masterpapers.com\/blog\/essay-starters\">sentence starters for essays<\/a> deadline. 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