{"id":1104,"date":"2017-06-01T15:57:41","date_gmt":"2017-06-01T13:57:41","guid":{"rendered":"https:\/\/women.danube-stories.eu\/?page_id=1104"},"modified":"2020-08-11T13:08:40","modified_gmt":"2020-08-11T11:08:40","slug":"novisad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/novisad\/","title":{"rendered":"Novi Sad"},"content":{"rendered":"<div class=\"row  \"><div class=\"col-sm-6 col-lg-4 col-md-4 \">\n<div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Ulm_Stadtfu\u0308htrung.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<\/div><div class=\"col-sm-6 col-lg-8 col-md-8 \"><div class=\"leaflet-map WPLeafletMap\" style=\"height:355px; width:100%;\"><\/div><script>\nwindow.WPLeafletMapPlugin = window.WPLeafletMapPlugin || [];\nwindow.WPLeafletMapPlugin.push(function WPLeafletMapShortcode() {\/*<script>*\/\nvar baseUrl = atob('aHR0cHM6Ly97c30udGlsZS5vcGVuc3RyZWV0bWFwLm9yZy97en0ve3h9L3t5fS5wbmc=');\nvar base = (!baseUrl && window.MQ) ?\n    window.MQ.mapLayer() : L.tileLayer(baseUrl,\n        L.Util.extend({}, {\n            detectRetina: 0,\n        },\n        {\"subdomains\":\"abc\",\"noWrap\":false,\"maxZoom\":20}        )\n    );\n    var options = L.Util.extend({}, {\n        layers: [base],\n        attributionControl: false\n    },\n    {\"zoomControl\":true,\"scrollWheelZoom\":true,\"doubleClickZoom\":false,\"fitBounds\":false,\"minZoom\":0,\"maxZoom\":20,\"maxBounds\":null,\"attribution\":\"<a href=\\\"http:\\\/\\\/leafletjs.com\\\" title=\\\"A JS library for interactive maps\\\">Leaflet<\\\/a>; \\\\r\\\\n\\u00a9 <a href=\\\"http:\\\/\\\/www.openstreetmap.org\\\/copyright\\\">OpenStreetMap<\\\/a> contributors\"},\n    {});\nwindow.WPLeafletMapPlugin.createMap(options).setView([45.267135,19.83355],14);});<\/script><\/p>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 100px\"><\/div>\n<div class=\"row  \"><div class=\"col-sm-6 col-lg-4 col-md-4 \">\n<h6>Veranstaltungen<\/h6>\n<ul>\nWir informieren Sie \u00fcber kommende Veranstaltungen.\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-lg-8 col-md-8 \">\n<p>NOVI SAD ist das Zentrum der Autonomen Provinz Vojvodina, in Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Tourismus. Als zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Serbiens hat es rund \u00a0400.000 Einwohner. Novi Sad liegt im S\u00fcden der Pannonischen Tiefebene, an der Grenze der Regionen Batschka und Srem, am Ufer der Donau, gegen\u00fcber den Nordh\u00e4ngen des Gebirges Fru\u0161ka Gora. Am 1. Februar 1748 wurde Novi Sad per Edikt zur K\u00f6niglichen Freistadt erkl\u00e4rt. Am Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Stadt zur Wirkungsst\u00e4tte von Schriftstellern, Poeten, Juristen und Herausgebern. Das trug zum Aufstieg des \u201eserbischen Athens\u201c Novi Sad zur Kulturhauptstadt Serbiens bei.<\/p>\n<p>Heute ist Novi Sad eine multinationale, multikulturelle und multikonfessionelle Metropole, in der alle Unterschiede als Vorteile betrachtet werden. Es ist eine Stadt der Museen, Galerien und Festivals. Heute ist ein weithin bekanntes Symbol der Stadt das Exit-Festival \u2013 es gibt aber auch das Sterijino pozorje-Theaterfestival, die Zmaj-Kinderspiele, das Internationale Literaturfestival Novi Sad, das Novi Sad Jazz-Festival und viele andere. Die Universit\u00e4t Novi Sad hat 19 Fakult\u00e4ten und Fachabteilungen, wo die Vorlesungen in den Sprachen nationaler Minderheiten gehalten werden oder die zu diesem Zweck gegr\u00fcndet wurden. Novi Sad wird 2021 die Europ\u00e4ische Kulturhauptstadt und 2019 die Europ\u00e4ische Jugendhauptstadt.<\/p>\n<p>Einwohner: 289.128 (2016)<\/p>\n<p>Ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeiten aus Novi Sad: \u0110or\u0111eBala\u0161evi\u0107 (geboren 1953 in Novi Sad), eine der ber\u00fchmtesten und erfolgreichsten serbischen Song -Schreiber; Tennisass Monica Seles (geb. 1973); and Schauspieler Aleksandar Ti\u0161ma (1924-2003).<\/p>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 100px\"><\/div>\n<div active=\"0\" class=\"gravity-accordion\">\n        <div>MARIJA TRANDAFIL, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>In meinem ganzen Leben war ich nur einen Tag lang arm, und das war, als wir w\u00e4hrend des Brandes 1849 aus Novi Sad fliehen mussten, als wir in der Stadt Varadin vor geschlossenen Toren hungerten, weil wir Nichts f\u00fcr Geld bekommen konnten. Wenn ich mich an diesen Tag erinnere, dann f\u00fchle ich, was Hunger und Armut sind, und deshalb tue ich, was ich tue und helfe den Armen.<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1690\" src=\"https:\/\/www.laughing-panini.217-154-254-207.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Marija-Trandafil-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"388\" \/><\/p>\n<p><strong>Marija Trandafil<\/strong> (1816-1883), geb.<strong> Popovi\u0107<\/strong> verlor schon fr\u00fch ihre Eltern. Die reichen Popovi\u0107s waren angesehene Gemeindemitglieder aus Novi Sad. Nach dem Tod ihrer Eltern wuchs Marija bei anderen Familienmitgliedern auf. Mit 16 heiratete sie den 40-j\u00e4hrigen Jovan Trandafil. Manchen Quellenzufolge war Jovan H\u00e4ndler oder Kaufmann. \u00dcber seine Herkunft und seinen Beruf ist wenig bekannt. Sicher ist allerdings, dass er sein Verm\u00f6gen mit Marijas Mitgift erheblich steigern konnte. Trandafil-Ehefrauen widmeten ihr Leben karitativen T\u00e4tigkeiten und Investitionen. Marija war besonders vom Leiden der Kinder ergriffen. Ihr Leben lang k\u00fcmmerte sie sich um viele arme serbische Kinder. Ihre wichtigste Gr\u00fcndung war das Institut f\u00fcr die Betreuung von Waisen und armen Kindern, das 1912 errichtet und nach Marijas Tod fertiggestellt wurde. Jovan und Marija waren sehr kultiviert, reich und genossen einen guten Ruf, das Schicksal jedoch war nicht auf ihrer Seite. Ihre Kinder Kosta und Sofija starben sehr fr\u00fch. Marija gab an, nie \u00fcber ihren Tod hinweggekommen zu sein.<\/p>\n<p>Als auch ihr Ehemann Jovan starb, musste Marija vor Gericht um ihren Besitz k\u00e4mpfen. Damit konnte sie ihr Engagement fortsetzen. Wie wir heute wissen, waren Frauen und M\u00e4nner damals gesetzlich nicht gleichgestellt. Also musste sie vier Verfahren gegen ihre Cousins und ihren Bruder gewinnen. Das machte sie auch zur K\u00e4mpferin f\u00fcr Frauenrechte. Ihre Br\u00fcder schreckten vor nichts zur\u00fcck, um an ihr Eigentum zu kommen. Es wurden Ger\u00fcchte \u00fcber Marija und einen Mann fragw\u00fcrdigen Rufes gestreut. Man sagte, sie tausche Briefe mit diesem Mann aus, und manche behaupteten gar, sie sei eine Diebin. Trotz aller b\u00f6sen Absichten der anderen k\u00e4mpfte sie weiter f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Marija Trandafil war sehr gl\u00e4ubig, weswegen sie versuchte, in ihre karitativen T\u00e4tigkeiten religi\u00f6se Aspekte einflie\u00dfen zu lassen. Sie half bei der Renovierung der Nikoljevska-Kirche, der Ikonenw\u00e4nde in der Uspenska-Kirche und der armenisch-katholischen Kirche. Im Serbisch-T\u00fcrkischen Krieg war sie Vorsitzende eines Vereins, der Essen und Hilfe f\u00fcr serbische Soldaten sammelte. W\u00e4hrend der Hungersnot in Novi Sad half sie allen Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft. F\u00fcr ihr humanit\u00e4res Engagement erhielt sie die Rote-Kreuz-Medaille.<\/p>\n<p>Nach Marija Trandafil, der die Stadt Novi Sad so viel verdankt, sind heute ein Platz in Novi Sad und viele Stra\u00dfen und Schulen in Serbien benannt.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n            <div>MILEVA MARIC EINSTEIN, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>\u201eWir beide gemeinsam sind nur ein Stein\u201d.<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1691\" src=\"https:\/\/women.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/sites\/106\/2018\/04\/Mileva-Maric-Ajnstajn-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"388\" \/><strong>Mileva Maric Einstein <\/strong>(1875 &#8211; 1948), serbische Wissenschaftlerin, <span lang=\"de\" tabindex=\"0\"> 1875 in Titel, Vojvodina (damals Teil der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie) als erstes von drei Kindern von Milos und Marija Maric geboren. <\/span><span lang=\"de\" tabindex=\"0\">Schon in ihren ersten Schultagen fiel sie durch ihren herausragenden Verstand und ihre genialen F\u00e4higkeiten in Mathematik und Physik auf.<\/span><\/p>\n<p>Sie besuchte seit 1886 eine weiterf\u00fchrende Schule f\u00fcr M\u00e4dchen in Novi Sad. 1888 wechselte sie auf das K\u00f6nigliche Gymnasium in Sremska Mitrovica, das sie als Jahrgangsbeste in Mathematik und Physik abschloss. Als ihre Familie nach Zagreb umzog, durfte sie mit einer Sondererlaubnis das K\u00f6nigliche humanistische Gymnasium besuchen, das bisher Jungen vorbehalten gewesen war. Sie war die f\u00fcnfte Frau, die sich am Z\u00fcrcher Polytechnikum einschreiben durfte, eine von zweien, die ihr Studium dort abschlossen, und die einzige Frau dort in ihrer Generation. Einer ihrer Kommilitonen, der deutsche Jude Albert Einstein, wurde ihr Freund. Sp\u00e4ter verliebte sie sich in ihn. Mileva und Albert heirateten in Bern am 6. Januar 1903.<\/p>\n<p>Nach der Geburt ihres ersten Sohnes schrieben Mileva und Albert mehrere Arbeiten, etwa \u00fcber die Brownsche Bewegung, den fotoelektrischen Effekt und die spezielle Relativit\u00e4tstheorie, sowie Arbeiten, in denen die ber\u00fchmte Formel E=mc\u00b2 eingef\u00fchrt wurde. Alle diese Texte wurden 1905 ver\u00f6ffentlicht. Viele Menschen, die diese Arbeiten im Original gesehen haben, berichten, sie seien mit Einstein-Mariti unterschrieben gewesen. Den Namen Mariti erhielt Mileva, als sie sich im Kanton Z\u00fcrich registrieren lie\u00df. Es bleibt unklar, warum ihr Name sp\u00e4ter von den Arbeiten verschwand.<\/p>\n<p>Ihr zweiter Sohn Eduard wurde 1907 geboren. Er zeigte Symptome einer Schizophrenie. F\u00fcr Mileva begann eine schwere Zeit, sie musste die Wissenschaft aufgeben. Seit dieser Zeit vernachl\u00e4ssigte Albert seine Familie immer mehr. Die Dem\u00fctigung endete 1919, als sie sich scheiden lie\u00dfen. Nach ihrer Scheidung war Milevas Leben schwierig. Albert schickte ihr nicht genug Geld, und sie musste sich finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Eduards teure experimentelle Behandlungen vor Gericht erstreiten. Ihr Leben und ihre Arbeit werden heute noch kontrovers diskutiert. In vielen Arbeiten von Albert Einstein wird sie nur als \u201egeniale erste Frau\u201c erw\u00e4hnt. Eines ist sicher: Sie liebte Albert und lie\u00df diese Liebe ihre intellektuelle Arbeit beeinflussen.<\/p>\n<p>Novi Sad wurde 2017 zur Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt des Jahres 2021 ernannt. Eine der Aktionen in diesem Projekt wird die Renovierung ihres Hauses in der Kisacka-Stra\u00dfe in Novi Sad sein. Dort wohnte die Familie Einstein-Mari\u0107 Anfang des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>SAVKA SUBOTI\u0106, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>Jede Nation, die nach kulturellem Fortschritt strebt, muss immer vom Kind ausgehen. Die Zukunft der Kinder und die Zukunft der Nation h\u00e4ngt von der Erziehung und Bildung der<br \/>\nKinder ab.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1693\" src=\"https:\/\/women.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/sites\/106\/2018\/04\/Savka-Subotic-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"388\" \/><\/p>\n<p>Die reiche und namhafte Familie <strong>Polit-Desan\u010di\u0107<\/strong> lebte Anfang des 19. Jahrhunderts in Novi Sad. Savka Polit-Desan\u010di\u0107, nach ihrer Heirat <strong>Savka Suboti\u0107 <\/strong>(1834 &#8211; 1918), sollte ein bekannter Name im serbischen Feminismus werden. Als sie erst vier Jahre alt war, schickten ihre Eltern sie auf eine Privatschule, um ihre Bildungschancen zu erh\u00f6hen. Als die Familie sp\u00e4ter nach Wien zog, setzte Savka ihre schulische Laufbahn dort fort. In Wien traf sie auch ihren zuk\u00fcnftigen Ehemann, Jovan Suboti\u0107 . Dieser war ein bekannter Journalist und Politiker und eine gro\u00dfe St\u00fctze in Savkas Kampf f\u00fcr Frauenrechte. Nach ihrem Universit\u00e4tsabschluss undihrer Heirat zog sie mit ihrem Mann zur\u00fcck nach Novi Sad. Dort setzte sie sich f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung \u00fcber die schlechte gesellschaftliche Lage von Frauen ein.<\/p>\n<p>Savka Suboti\u0107 gr\u00fcndete die \u201eErste Frauenkooperative\u201c, die armen aber motivierten M\u00e4dchen dabei half, Lehrerinnen zu werden und andere zu bilden. Auf sie geht auch die Gr\u00fcndung der ersten weiterf\u00fchrenden Bildungseinrichtungen f\u00fcr Frauen in Novi Sad, Pan\u010devo und Sombor zur\u00fcck. Savka nahm an einem \u201eFeministischen Kongress\u201c in Budapest teil und hielt in Wien einen Vortrag zum Thema \u201eFrauen im Osten und Westen\u201c. Darin wies sie auf die Vorurteile \u00fcber Unterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nner hin.<\/p>\n<p>\u201eDie Gesetze des geistigen Lebens sind bei M\u00e4nnern und Frauen die gleichen, und der erw\u00e4hnte Unterschied resultiert aus verschiedenen Arbeitsstellen und jahrhundertelanger besserer Bildung. Nicht die Natur \u2013 die M\u00e4nner verweigerten Frauen ihre Freiheit. Sie beschr\u00e4nkten Frauenrechte mit ihrem Eigentumsrecht, das ein Recht des St\u00e4rkeren ist.\u201c Abgesehen davon, dass sie die unterschiedliche Wahrnehmung von Frauen und M\u00e4nnern verstand, merkte sie auch, dass Frauen auf dem Land deutlich schlechter gestellt sind als St\u00e4dterinnen. Von diesem neuen Wissen getrieben, organisierte sie verschiedene Programme \u00fcber Weben, Wollverarbeitung und Stricken, mit dem Ziel, handwerkliche Produkte dem Markt anzupassen. Sie sah die Handwerksarbeiten der Frauen auf dem Land als Kunst an. Deswegen sammelte sie diese und veranstaltete eine Ausstellung in Paris, bei der die Welt zum ersten Mal einen der ber\u00fchmten Pirot-Teppiche zu sehen bekam.<\/p>\n<p>Savka Suboti\u0107 war eine der ersten Feministinnen in dieser Region. Sie war Mitglied in Vereinen, deren Arbeit sich auf Frauen konzentrierte, und auch die erste Vorsitzende des Kreises der serbischen Schwestern.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>IDA SABO, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>Der Nationalismus ist die erste Waffe der Bourgeoisie, dann kommt der Imperialismus und sie vereinen sich schnell. Anschlie\u00dfend f\u00fchren Raub\u00fcberfalle in den Krieg. Dies ist notwendig f\u00fcr die Kapitalisten, da sie keinen Reichtum ohne Krieg erwerben.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1689\" src=\"https:\/\/women.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/sites\/106\/2018\/04\/Isa-Sabo-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"392\" \/><\/p>\n<p><strong>Ida Sabo<\/strong> (19115-2016), wurde in Subotica geboren, lebte und arbeitete aber lange in Novi Sad. Ihr Bruder Geza war Kommunist und ihr Vorbild. Unter seinem Einfluss trat auch sie vor ihrem 20. Geburtstag dem Bund der Kommunisten Jugoslawiens bei. So beginnt Ida Sabos Geschichte, die Geschichte einer der wichtigsten Frauenrechtlerinnen Jugoslawiens. Ihre erste Aufgabe als junge Aktivistin war die Bildung junger und anderer Menschen, die f\u00fcr die Befreiung k\u00e4mpften.<\/p>\n<p>\u201eWas uns antrieb, war der Gedanke von Einheit.\u201c Lange nach dem Kampf sagte Ida, dass es nur in Einheit Ver\u00e4nderungen geben kann. Daher war es wichtig, alle marginalisierten Gruppen in den Kampf einzubinden: Arbeiter*innen, B\u00e4uer*innen, Student*innen und Frauen. \u201eVor dem Zweiten Weltkrieg, im K\u00f6nigreich Jugoslawien, waren Frauen und M\u00e4nner vor dem Gesetz sehr ungleich. Rechtlich wurden Frauen wie Kinder oder Menschen mit geistiger Behinderung behandelt. Nicht einmal das Recht auf ihre eigenen Kinder hatten sie. Starb der Vater, erhielten die Kinder einen gesetzlichen Vormund. Damals gab es sehr wenige intellektuelle Frauen. Selbst als \u00c4rztinnen erhielten sie nur halb so viel Lohn wie M\u00e4nner. Es gab eine feministische Organisation, die sich f\u00fcr Frauenrechte einsetzte. Wir wollten f\u00fcr Frauenrechte eintreten, weil Frauen die am meisten unterdr\u00fcckte Gruppe waren, aber auch die gesamte Arbeiterklasse und Freidenker wurden unterdr\u00fcckt. 1936 sammelten wir 650.000 Unterschriften f\u00fcr die Gleichstellung von Frauen. Gleichzeitig bereiteten wir den Kampf gegen den Faschismus vor. So sollten all diese K\u00e4mpfe wie ein einziger gefochten werden\u201c, sagte Ida Sabo dem Portal Marks 21.<\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Sieg der Partisanen hatte Ida Sabo viele leitende Funktionen inne. Sie war Abgeordnete, Mitglied des Vertretungsb\u00fcros von Serbien und Jugoslawien und Vize-Pr\u00e4sidentin der Antifaschistischen Frauenfront der Vojvodina, wo sie sich weiter f\u00fcr Frauenrechte einsetzte. Nach dem Krieg arbeitete Ida mit der Antifaschistischen Frauenfront hart daran, Frauen zu bilden und Vorurteile ihnen gegen\u00fcber zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Seit kurzem gibt es in Novi Sad ein Wandgem\u00e4lde in der N\u00e4he des Bahnhofs mit Ida Sabos Portr\u00e4t und der Botschaft \u201eTod dem Faschismus, Freiheit dem Volk\u201c.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MILICA TOMIC, Novi Sad<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<blockquote><p>Die Zeitschrift &#8218;Frauen&#8216; besch\u00e4ftigte sich mit allen Fragen des Lebens einer Frau und ihrer Berufung. Sie diskutierte in umfassenden Artikeln, sowie ja kleinsten Notizen alles, was Frauen in der Gesellschaft, im Haus, in der Gesellschaft, K\u00fcche und in der Erziehung nutzen<br \/>\nkonnte.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1692\" src=\"https:\/\/women.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/sites\/106\/2018\/04\/Milica-Tomic-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"401\" \/><\/p>\n<p><strong>Milica Tomic<\/strong> (1859 &#8211; 1944), war eine Politikerin und Frauenrechtlerin. Sie machte erste bedeutende Schritte f\u00fcr die Gleichberechtigung von Frauen. Ihr Vater Svetozar Mileti\u0107 war ein ber\u00fchmter Politiker und B\u00fcrgermeister von Novi Sad. Er weckte ihr Interesse f\u00fcr Journalismus und Politik. Svetozar Miletic war Redakteur bei der Zeitung \u201eZastava\u201c (\u201eFahne\u201c). Wegen seiner politischen Aktivit\u00e4ten wurde er sogar verhaftet. Also musste jemand seine Arbeit fortsetzen. Seine Tochter Milica gab noch vor ihrem 20. Geburtstag Zeitungen heraus und schrieb politische Artikel. Zu dieser Zeit war das f\u00fcr eine Frau sicher nicht die Norm.<\/p>\n<p>Milica tat noch ungew\u00f6hnlichere Dinge: 1918 wurde sie eine von sieben weiblichen Parlamentsabgeordneten. Damals durften Frauen noch nicht einmal w\u00e4hlen. Zu dieser Zeit kam ein neuer Redakteur zur Zeitung ihres Vaters \u2013 Ja\u0161a Tomi\u0107. Tomi\u0107 hatte sein Medizinstudium nie abgeschlossen. Jetzt war er Politiker, ihr Ehemann und ein neuer Herausgeber der Zeitung. Die Leute spekulierten \u00fcber das Motiv f\u00fcr die Heirat: War es Liebe oder nur eine Zweckehe? Viele behaupteten, er habe sie nur geheiratet, um Herausgeber der \u201eZastava\u201c zu werden.<\/p>\n<p>Milica war eine Vorreiterin im Bereich Journalismus und Frauen. Als solche gr\u00fcndete sie das erste Magazin f\u00fcr Frauen, das sie auch herausgab. Bis dahin hatte es zwar Frauenmagazine gegeben, diese wurden aber ausschlie\u00dflich von M\u00e4nnern gemacht. Das Magazin \u201eFrauen\u201c erschien zehn Jahre lang. Es hatte die Bildung und Emanzipation von Frauen zum Ziel. Milica schrieb \u00fcber alles, was Frauen damals interessierte, mit ihrer Rolle und ihrem Leben zusammenhing. Im Magazin fanden sich Artikel \u00fcber Kinder und Frauenbildung, Mode, Gesundheit, Hygiene und sogar Aberglauben.<\/p>\n<p>Milica f\u00f6rderte Frauenbildung auch praktisch. Sie gr\u00fcndete einen Lesesaal f\u00fcr Frauen, den sie \u201ePosestrima\u201c nannte. Dort wurden Kurse f\u00fcr Analphabetinnen organisiert. Sie richtete auch eine B\u00fccherei ein. Milica Tomi\u0107 k\u00fcmmerte sich besonders um die Bildung und Inklusion von Frauen auf dem Land. Weibliche Solidarit\u00e4t war eines ihrer Hauptinteressen, weshalb es eine wohlt\u00e4tige Organisation gab, die Kranken und Armen half.<\/p>\n<p>Milica war eine wichtige feministische Pionierin. Heute tr\u00e4gt eine Stra\u00dfe in Novi Sad ihren Namen.<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1104","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1104"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2668,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1104\/revisions\/2668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}