{"id":1100,"date":"2017-06-01T15:56:50","date_gmt":"2017-06-01T13:56:50","guid":{"rendered":"https:\/\/women.danube-stories.eu\/?page_id=1100"},"modified":"2020-08-11T13:17:10","modified_gmt":"2020-08-11T11:17:10","slug":"vienna-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/vienna-2\/","title":{"rendered":"Wien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><div class=\"row  \"><div class=\"col-sm-6 col-lg-4 col-md-4 \">\n<div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Maria_Theresia.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<\/div><div class=\"col-sm-6 col-lg-8 col-md-8 \">\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"height: 375.64px; filter: grayscale(100%);\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m14!1m8!1m3!1d7520.122701542749!2d16.367863423435026!3d48.21114456386466!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x476d079e5136ca9f%3A0xfdc2e58a51a25b46!2sVienna%2C+Austria!5e0!3m2!1sen!2sde!4v1531209009990\" width=\"300\" height=\"250\"><\/iframe><br \/>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 100px\"><\/div>\n<div class=\"row  \"><div class=\"col-sm-6 col-lg-4 col-md-4 \">\n<p><span style=\"line-height: 1.5;\">VERANSTALTUNGEN<\/span><\/p>\n<ul>\nWir informieren Sie \u00fcber kommende Veranstaltungen.\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-lg-8 col-md-8 \">\n<p>WIEN genie\u00dft im Ausland hohes Ansehen als lebenswerteste Stadt der Welt und als Kulturmetropole. Die Donau spielt oft eine Hauptrolle, als Donauwalzer im Neujahrskonzert oder Hintergrund in Sissi-Filmen. Im Alltag laden die Auen zum Entspannen und die Donau-Insel zum Vergn\u00fcgen ein, es bleibt gem\u00fctlich mit Promenaden, Liegewiesen, Radwegen und Restaurants mit Terrassen am Wasser. So flie\u00dft die Donau mitten durch die Stadt. Sie bringt Menschen, Gedanken und Gef\u00fchle mit, nimmt vieles auf und tr\u00e4gt es weiter zum n\u00e4chsten Stopp unserer Reise \u2013 ihrer Schwesternstadt, Budapest.<\/p>\n<p>Einwohner: 1,897 Millionen (2019)<\/p>\n<\/div><\/div>\n<div style=\"height: 100px\"><\/div>\n<div active=\"0\" class=\"gravity-accordion\">\n        <div>HEDY LAMARR, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Hedy_Lamarr_wien.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\">Zu ihrer Zeit \u201esch\u00f6nste Frau der Welt\u201c genannt, zeichnet diese Schauspielerin Vielseitigkeit und Verstand aus, im Kampf um Unabh\u00e4ngigkeitund im Angesicht des Krieges bestrebt etwas Sinnvolles beizutragen \u2013 was letztlich den Weg ebnete f\u00fcr die heutige Mobiltelefon-Technologie!<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Hedy Lamarr<\/strong> (1914 &#8211; 2000) wird 1914 als Hedwig Eva Maria Kiesler geboren. Schon w\u00e4hrend ihrer Schulzeit arbeitet sie als Skript-Girl und l\u00f6st 18-j\u00e4hrig als Hauptdarstellerin in Gustav Machatys Film \u201eEkstase\u201c mit Nacktszenen und ekstatisch-erregtem Gesichtsausdruck einen Skandal aus. Sie heiratet Fritz Mandl, Generaldirektor einer Patronenfabrik, begleitet ihn zu Gesch\u00e4ftsgespr\u00e4chen und eignet sich dabei umfangreiches milit\u00e4rtechnisches Wissen an.<\/p>\n<p><strong>\u201cThe world\u2019s most beautiful woman\u201d<\/strong><br \/>\nMandl war unertr\u00e4glich eifers\u00fcchtig und machte es f\u00fcr sie unm\u00f6glich ihre Schauspielkarriere weiter zu verfolgen. 1937 fl\u00fcchtet sie aus dem einschr\u00e4nkenden Eheleben nach London, wo sie von Louis B. Mayer, einem US-amerikanischen Filmproduzenten und Leiter von Metro-Goldwyn-Mayer unter Vertrag genommen und nach Hollywood vermittelt wird. Sie wird zur \u201esch\u00f6nsten Frau der Welt\u201c stilisiert und in der boomenden Merchandising-Industrie vermarktet: Ausschneidepuppen, Malb\u00fccher, Plakate und Schaufensterdekorationen tragen ihr Gesicht, ungef\u00e4hr 30 unterschiedlich erfolgreiche Filme folgen.<\/p>\n<p><strong>Erfinderin in der Mobiltelefon-Technologie<\/strong><br \/>\nWeniger bekannt ist ihre Arbeit mit dem Komponisten George Antheil, mit dem sie das Frequenzsprung-Verfahren entwickelt, das sp\u00e4ter als wichtigstes Prinzip f\u00fcr die Erfindung der Mobiltelefon-Technologie dient. Sie hofft, damit einen Beitrag im Krieg gegen Hitler zu leisten. Lamarrs Privatleben ist ebenso bewegt wie ihre Filmkarriere: Sechsmal verheiratet, f\u00fchrt sie h\u00e4ufig langwierige Scheidungsprozesse. Gegen Ende ihres Lebens zieht sie sich aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcck. Sie malt, formt Skulpturen und erfindet noch die eine oder andere Kleinigkeit: fusselfreie Radiergummis oder fluoreszierende Hundehalsb\u00e4nder. Im Alter von 86 Jahren stirbt Hedy Lamarr in Florida. Eine 2010 ins Leben gerufene Vortragsreihe der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften tr\u00e4gt den Namen \u201eHedy Lamarr Lectures\u201c zur Erinnerung an die Erfinderin. Die Gemeinde Wien benennt einen Weg im 12. Bezirk nach ihr und 2014 wird ihr ein Ehrengrab der Stadt Wien am Zentralfriedhof gewidmet, Nummer 80 der Gruppe 33 G.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MARIA THERESIA, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/MariaTheresia_wien.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<blockquote><p>K\u00f6nnte ich unsterblich sein, so w\u00fcnschte ich es nur, um Ungl\u00fcckliche zu unterst\u00fctzen.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>1717 als \u00e4lteste Tochter von Elisabeth Christine und Kaiser Karl VI. geboren, heiratet <strong>Maria Theresia<\/strong> (1717 &#8211; 1780) mit 19 Jahren Franz Stephan von Lothringen. Sie f\u00fchrt mit ihrem Mann eine gl\u00fcckliche Ehe, aus der 16 Kinder hervorgehen. Nach dem Tod ihres Vaters kommt sie v\u00f6llig unvorbereitet an die Macht. Obwohl ihre Erbfolge vertraglich gesichert ist, machen Friedrich II. von Preu\u00dfen und andere europ\u00e4ische Herrscherh\u00e4user ihr die Regentschaft streitig und besetzen \u00f6sterreichische Gebiete. In dieser schwierigen Situation zeigt sie Entschlossenheit und beweist au\u00dfergew\u00f6hnliches Geschick bei der Wahl ihrer Berater. Es gelingt ihr, fast alle an Preu\u00dfen und Frankreich verlorenen Gebiete zur\u00fcckzuerobern, umfassende Reformen umzusetzen, eine Verwaltungs- und Steuerreform in Auftrag zu geben und die allgemeine Unterrichtspflicht einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Brillante Strategin<\/strong><br \/>\nStrategische Heiratspolitik wurde ihr Mittel zur Verfestigung politischer Vertr\u00e4ge, wie etwa die Heirat ihrer Tochter Maria Antonia, die 1793 als Marie Antoinette w\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution hingerichtet wurde. Der katholische Glaube pr\u00e4gt ihre Entscheidungen. Mit aller H\u00e4rte verfolgt sie Andersgl\u00e4ubige wie Juden und Protestanten und versucht mit \u00e4u\u00dferster Strenge das \u201eunsittsame\u201c Leben ihrer Untertanen zu kontrollieren, kriminalisiert Ehebruch und Prostitution, homosexuelle Beziehungen und Abtreibungen.<br \/>\nDie letzten 15 Jahre ihrer Regentschaft sind nach dem \u00fcberraschenden Tod ihres Mannes von der konfliktreichen gemeinsamen Regierung mit ihrem Sohn und Thronfolger Joseph II. gepr\u00e4gt. Grunds\u00e4tzliche politische Auffassungsunterschiede f\u00fchren zu Machtk\u00e4mpfen zwischen Mutter und Sohn. Sie stellt sich seinem Reformeifer vehement entgegen und erst nach ihrem Tod 1780 kann Joseph II. als nachfolgender Kaiser seine Vorstellungen umsetzen.<\/p>\n<p><strong>Idealisierte Mutter der Nation<\/strong><br \/>\nKaiserin Maria Theresia wird bis heute als g\u00fctige Landesmutter und f\u00e4hige Politikerin erinnert und zugleich idealisiert. Die Spuren ihrer Regentschaft im Positiven wie im Negativen sind bis heute sichtbar. In Wien finden sich zahlreiche Orte, an denen dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Frau begegnet werden kann: Schloss Sch\u00f6nbrunn, von Maria Theresia als Sommerresidenz liebevoll umgestaltet: (www.schoenbrunn.at) ein monumentales Denkmal an der Wiener Ringstra\u00dfe zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum sowie ihr Grabmal in der Kapuzinergruft.<br \/>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>MARIA JAHODA, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/MarieJahoda_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"oSioSc\">\n<div id=\"tw-target\">\n<div id=\"tw-target-text-container\" class=\"gsrt tw-ta-container tw-nfl\">\n<blockquote>\n<p id=\"tw-target-text\" class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-small\" dir=\"ltr\" style=\"text-align: center;\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><span lang=\"de\" tabindex=\"0\">Als Co-Autorin der bahnbrechenden Studie \u201eMarienthal: Die Soziografie einer arbeitslosen Gemeinschaft\u201c ist diese Sozialpsychologin eine echte Pionierin, die einen Gro\u00dfteil ihres Lebens der fortschreitenden Sozialforschung gewidmet hat.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Maria Jahoda <\/strong>(1907-2001), ist eine der bedeutendsten Sozialwissenschafterin des 20. Jahrhunderts. Die austromarxistischen Ideen Otto Bauers, mit dem sie eine innige Freundschaft verbindet, beeinflussen ihre Arbeit. Sie widmet sich Zeit ihres Lebens der Erforschung sozialer und psychologischer Ph\u00e4nomene, studiert Psychologie bei Karl und Charlotte B\u00fchler in Wien, besch\u00e4ftigt sich in ihrer Dissertation mit Biografien von alten, verarmten Menschen und experimentiert erstmals mit lebensnahen Forschungsmethoden. Gemeinsam mit einer Gruppe engagierter, junger Forscher*Innen und ihrem Ehemann Paul Felix Lazarsfeld untersucht sie in der Studie \u201eDie Arbeitslosen von Marienthal\u201c die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf das Verhalten von Menschen Methodisch und in ihrem Ergebnis erweist sich die Studie als bahnbrechend. Die Forschenden leben mit den Arbeitslosen, messen deren Bewegungsabl\u00e4ufe und f\u00fchren Interviews. Die erstaunlichen Ergebnisse: Erzwungenes Nichtstun f\u00fchrt nicht, wie angenommen, zu Politisierung und revolution\u00e4ren Aktivit\u00e4ten, sondern im Gegenteil zu Resignation und Entpolitisierung der Betroffenen.<\/p>\n<p>1934 wird Marie Jahoda, Alleinerzieherin einer Tochter von Paul Lazarsfeld, aufgrund ihrer T\u00e4tigkeiten im Widerstand gegen den Austrofaschismus verhaftet. Nach ihrer Freilassung geht sie ins Exil nach England,wo sie sich erneut der fortschrittlichen Sozialforschung widmet, unter anderem dem Leben und der Sozialisation von Bergarbeitern. Sie engagiert sich in der Fl\u00fcchtlingshilfe und verhilft auch der eigenen Familie zur Flucht ins sichere Ausland. Dann \u00fcbersiedelt sie in die Vereinigten Staaten, wo sie mit den Philosophen Max Horkheimer und Theodor Adorno zusammenarbeitet. Theorie und Praxis bleiben f\u00fcr sie immer verbunden. Sie lehrt an der Universit\u00e4t in New York und erlebt nach ihrer R\u00fcckkehr nach England mit der Berufung als Gr\u00fcndungsprofessorin an die Universit\u00e4t Sussex den H\u00f6hepunkt ihrer akademischen Karriere. Gegen Ende ihres bewegten Lebens erh\u00e4lt sie zahlreiche Auszeichnungen. Marie Jahoda stirbt im Alter von 94 Jahren.<\/p>\n<p>Wien erinnert vielerorts an die Pionierin der Sozialforschung: Eine Schule im 16. Bezirk und eine Gasse im 17. Bezirk tragen ihren Namen. Die Universit\u00e4t Wien benennt eines der \u201eTore der Erinnerung\u201c nach ihr und die K\u00fcnstlerin Catrin Bolt w\u00fcrdigt sie im Arkadenhof des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes mit einem Portr\u00e4t. Mehr Information: <a href=\"http:\/\/geschichte.univie.ac.at\/de\/personen\/marie-jahoda\">http:\/\/geschichte.univie.ac.at\/de\/personen\/marie-jahoda<\/a>\u00a0\u00a0and <a href=\"http:\/\/www.mariejahoda.at\">www.mariejahoda.at<\/a><\/p>\n<p>Photo credit: (c)\u00a0Nachlass Marie Jahoda, AGS\u00d6 Archiv f\u00fcr die Geschichte der Soziologie in \u00d6sterreich<\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>RACHEL WHITEREAD, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p><div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/RachelWhiteread_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<div class=\"tw-swapa\">\n<blockquote>\n<div class=\"DHcWmd\" style=\"text-align: center;\">Das Holocaust-Mahnmal in Wien ist eines der renommiertesten Werke der englischen K\u00fcnstlerin Rachel Whiteread. Stadtbesichtigungen m\u00f6gen in vieler Hinsicht informativ sein, bleiben aber oft oberfl\u00e4chlich und ohne Blick auf Detail oder Geschichte. Dies ist nun eine Einladung, sich Zeit zu nehmen f\u00fcr den Hintergrund und die tiefere Bedeutung sowie historische Anspielungen von Denkm\u00e4lern, Skulpturen und Kunstwerken einer Stadt.<\/div>\n<\/blockquote>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<p>1996 wurde <strong>Rachel Whiteread<\/strong> (*1963) beauftragt, ein Holocaust Mahnmal am Judenplatz in Wien zu gestalten. In vorangegangenen Arbeiten hatte sich die in London geborene K\u00fcnstlerin intensiv mit Erinnerungen \u2013 ihren eigenen, aber auch kollektiven \u2013 besch\u00e4ftigt. Ihre Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart, Privatsph\u00e4re und \u00d6ffentlichkeit, Verlust und Tod pr\u00e4destinierte Rachel Whiteread f\u00fcr das Mahnmal. Selbst nicht pers\u00f6nlich vom Holocaust betroffen, kommt sie 1995 erstmals nach Wien, lernt den Judenplatz kennen. Mit seinen mittelalterlichen und biedermeierlichen Fassaden erinnert er an ein beschauliches Wohnzimmer. So gestaltet sie das Mahnmal als \u201eBibliothek\u201c, mit B\u00fcchern, deren Autorschaft und Titel nicht gelesen werden k\u00f6nnen. Whiteread spielt damit auf die B\u00fccherverbrennungen w\u00e4hrend des Nationalsozialismus an, die ungeschriebenen Biografien und Werke der Ermordeten, aber auch auf die Bedeutung von B\u00fcchern f\u00fcr die j\u00fcdische Kultur.<\/p>\n<p>An der Frontseite der Skulptur ist der Negativ-Abdruck get\u00e4felter Fl\u00fcgelt\u00fcren ohne T\u00fcrklinken zu sehen. Der Hohlraum des Monuments, der sich hinter den T\u00fcren befindet, die nicht ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, steht symbolisch f\u00fcr die Leere, das Unsagbare und Unbegreifliche des Holocaust, der Vernichtung von J\u00fcdinnen und Juden. Zugleich steht er auch daf\u00fcr, dass nach der Ermordung der 65.000 j\u00fcdischen Menschen aus Wien diese Leere unab\u00e4nderlich bleibt. Hinter dem Denkmal liegt der Eingang zu einem der beiden Orte f\u00fcr das J\u00fcdische Museum in Wien.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcdisches Museum und Gedenkst\u00e4tte<\/strong><strong>:<\/strong> Judenplatz 1, 1010 Wien<br \/>\n<strong>J\u00fcdisches Museum:<\/strong> Dorotheergasse 11, 1010 Wien <a href=\"http:\/\/www.jmw.at\">www.jmw.at <\/a><\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n        <div>INGEBORG MORATH, Wien<\/div>\r\n        <div>\r\n            <p>\n<div class=\"flexslider \"><ul class=\"slides\"><li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IngeMorath_.png\" \/><\/li><\/ul><\/div>\n<p>Fotojournalistin<br \/>\n1923 &#8211; 2002<\/p>\n<p id=\"tw-target-text\" class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-small\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><strong>Ingeborg Morath<\/strong> (M\u00f6rath; 1923 &#8211; 2002) wurde 1923 in Graz geboren. Ihre Eltern waren Wissenschafter, mit ihnen lebte Inge meist im Ausland. In Deutschland studierte sie Franz\u00f6sisch, Englisch und Rum\u00e4nisch, belegte Kurse in Journalismus und erwarb Sprachkenntnisse in Spanisch, Italienisch, Russisch und Chinesisch. <span lang=\"de\" tabindex=\"0\">W\u00e4hrend der Arbeit mit ukrainischen Kriegsgefangenen in einer Fabrik wurde das Geb\u00e4ude von Russen bombardiert, und Inge floh zu Fu\u00df zur\u00fcck nach \u00d6sterreich. In \u00d6sterreich arbeitete sie als \u00dcbersetzerin f\u00fcr den informationsservice der Verienigten Staaten in Salzburg und als Redakteurin des Amerikanisch-Deutschen \u201eHeute\u201d Magazins. Als sie um Fotos zu ihren Artikeln gebeten wurde, begann sie sich intensiver mit Fotografie auseinanderzusetzen. <\/span>Mit ihrem Ehemann, einem britischen Journalisten, lebte sie eine Weile in London. 1951 begann sie auf einer Reise nach Venedig zu fotografieren und von da an lebte sie f\u00fcr ihre neue Leidenschaft. Manchmal verkaufte sie Fotos unter dem Namen Egni Tharom \u2013 ihr Name r\u00fcckw\u00e4rts gelesen. Ihre erste gro\u00dfe Bildgeschichte schrieb sie \u00fcber arbeitende Priester in Paris. Daraufhin folgte die Einladung, der eben gegr\u00fcndeten Magnum Photos Agency beizutreten, zuerst als Mitarbeiterin, sp\u00e4ter als Mitglied. So bereiste sie die Welt und ihre Fotogeschichten erschienen in Life, Paris-Match und Vogue.<\/p>\n<p>Publikationen und Filme Morath publizierte mehr als 30 Monografien, 1956 erschien ihr erstes Buch \u201eFiesta in Pamplona\u201c. Sie erlebte eine bemerkenswerte Karriere als Fotografin im Filmgesch\u00e4ft, wo sie mit Regisseuren wie John Huston und Schauspieler*innen wie Marilyn Monroe und Clark Gable arbeitete. Schlie\u00dflich wanderte sie nach Amerika aus und heiratete 1962 den Schriftsteller und Pulitzer-Preis-Gewinner Arthur Miller, der gerade von Marilyn Monroe geschieden wurde.<br \/>\n2002 starb Inge Morath im Alter von 78 Jahren an Krebs. Zum Andenken an ihre ber\u00fchmte Kollegin stifteten die Mitglieder von Magnum Photos den \u201eInge Morath Award\u201c.<\/p>\n<p><em>Inge Morath und die Donau<\/em><br \/>\nDonauregion hat Inge Morath wie viele andere L\u00e4nder oft bereist. Ihre Reise von der Quelle bis zum Delta wurde 2014 durch acht Fotografinnen wiederbelebt \u2013 Inge Morath Preistr\u00e4gerinnen, die Fotos der K\u00fcnstlerin in einer Road Show \u201e<a href=\"http:\/\/danuberevisited.com\">Danube Revisited<\/a> \u2013 The Inge Morath Truck Project&#8220; pr\u00e4sentierten. Dazu wurde ein Lkw in eine fahrbare Galerie umgestaltet, die in den zehn Donaul\u00e4ndern jeweils Halt machte. <span lang=\"de\" tabindex=\"0\">Jeder der acht reisenden Fotografen w\u00e4hlte ein spezielles Thema, zum Beispiel die Beziehungen der Jugend heute oder Alltagssituationen an historischen Orten wie Konzentrationslager. In jeder besuchten Stadt setzten die acht Fotografen Inge Moraths Mentoring-Ged\u00e4chtnis fort, indem sie die Portfolios junger talentierter Fotografen umsonst berieten. <\/span><a href=\"http:\/\/danuberevisited.com\">http:\/\/danuberevisited.com <\/a><\/p>\n<p id=\"tw-target-text\" class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-medium\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\">Die Morathgasse in 1200 Wien, die Inge-Morath-Stra\u00dfe in Graz and der Inge-Morath-Platz in Salzburg <span lang=\"de\" tabindex=\"0\">wurden nach der tollen Fotografin benannt.<\/span><\/p>\n<\/p>\r\n        <\/div>\r\n    \n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1100","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1100"}],"version-history":[{"count":91,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2700,"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1100\/revisions\/2700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.de.woman.danube-stories.eu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}